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Hacker erpressen Krankenhaus in Los Angeles

18.02.2016 | 15:13 Uhr |

Das Hollywood Presbyterian Medical Center zahlte über 15.300 Euro, damit Hacker das Computersystem wieder freigeben.

Anfang Februar gelang es Hackern, in das Computersystem des US-Krankenhauses Hollywood Presbyterian Medical Center einzudringen. Mit Hilfe von so genannter Ransomware verschlüsselten die Angreifer sämtliche Krankenhaus-PCs. Für die Herausgabe des passenden Schlüssels verlangten sie ein Lösegeld in Höhe von 40 Bitcoins (umgerechnet 15.300 Euro).

Durch den Angriff hatte das gesamte Krankenhauspersonal keinen Zugriff mehr auf das interne Computersystem. Das Hollywood Presbyterian Medical Center musste dadurch zeitweise auf die Organisation mit Stift und Papier umsteigen.

Wie CEO Allen Stefanek bestätigt, habe man sich nicht anders zu helfen gewusst, als das geforderte Lösegeld zu bezahlen. Die US-Behörden wurden erst im Anschluss eingeschaltet. Laut Stefanek sei der Angriff bereits am 5. Februar erfolgt. Mit Hilfe von IT-Experten und des Ransomware-Schlüssels, habe man das Computersystem schließlich am vergangenen Montag vollständig wiederherstellen können. Das FBI ermittelt inzwischen in dem Fall. Weder die Behörden noch die Krankenhausleitung haben eine Idee, wer hinter dem Angriff stecken könnte. Krankenhausakten seien nicht gestohlen worden. Eine Gefährdung für Patienten habe es ebenfalls nicht gegeben.

Die dümmsten Hacker der IT-Geschichte

Wie Cybersicherheitsexperte Phil Lieberman gegenüber der LA Times erklärt, seien Ransomware-Angriffe keine Seltenheit. Dass Hacker vermehrt medizinische Einrichtungen ins Visier nehmen, sei jedoch eine neue Entwicklung.

Laut Gesetz sind Krankenhäuser in den USA verpflichtet, Datendiebstähle zu melden, wenn wenigstens 500 Menschen dadurch gefährdet sind. Seit 2010 hat die Regierung 158 Hacker-Angriffe und Datendiebstähle in diesem Bereich erfasst.

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