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Hacker droht mit Mega-Virus im Falle eines Irak-Krieges

21.11.2002 | 10:36 Uhr |

Ein malaysischer Virus-Autor, der mit den Zielen der El-Kaida und dem Irak sympathisiert, droht mit der Freisetzung eines "Mega-Virus", sollten die USA militärisch gegen den Irak vorgehen. Der Wurm soll Funktionen von Sircam, Klez und Nimda in einer Malware vereinen.

Ein malaysischer Virus-Autor, der mit den Zielen der El-Kaida und dem Irak sympathisiert, droht mit der Freisetzung eines "Mega-Virus", sollten die USA militärisch gegen den Irak vorgehen.

Der Viren-Autor mit dem Pseudonym "Melhacker" und dessen realer Name vermutlich Vladimor Chamlkovic lautet, soll mutmaßlich folgende Viren geschrieben oder an deren Entwicklung beteiligt gewesen sein: VBS.OsamaLaden@mm, Melhack, Kamil, BleBla.J und Nedal worms.

In einem Interview mit unserer Schwesterpublikation "Computerworld" bestätigte Melhacker Berichte der iDefense Inc., demzufolge der Hacker einen so genannten "3-in-1"-Wurm entwickelt und getestet hat. Dieser trägt den Codenamen "Scezda" und kombiniert Funktionen von Sircam, Klez und Nimda.

"Dies ist ein richtiger Internet-Computer-Wurm", sagte Melhacker. "Ich werde angreifen beziehungsweise den Wurm starten, sobald die USA den Irak angreifen." Der Wurm soll Angaben des Hackers zufolge fertig gestellt sein und seit August in seinem Labor komplett getestet worden sein. Des weiteren bestätigte Melhacker Kontakte zu russischen Hackern und Viren-Autoren in Pakistan.

Brian Kelly, Präsident und CEO von iDefense teilte mit, dass es, obwohl Melhacker bislang noch nicht bewiesen hat, dass er neue Würmer schnell verbreiten kann, schwierig sein könnte, einen derartigen Wurm zu stoppen. Bereits letzte Woche warnte iDefense seine Kunden vor dem Potenzial, das ein solcher Wurm in sich birgt, sobald er ins Internet gelangt. Das Unternehmen empfahl seinen Kunden im Falle eines Irak-Krieges erhöhte Wachsamkeit, besonders in Bezug auf verdächtigen Internet-Traffic und Mails.

"Wenn er mit dieser Sache Erfolg hat, könnte es sehr ernst werden", so Kelly. "Obwohl wir wissen, dass er Kontakte zu russischen und pakistanischen Autoren-Gruppen hat, sind wir nicht sicher, wie eng die Beziehungen tatsächlich sind."

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