109150

Hacker-Treffen in Frage gestellt

25.05.2005 | 14:28 Uhr |

Einem seit Jahren regelmäßig stattfindenden Hacker-Treffen wird vom Bügermeister die Genehmigung verweigert.

Das Hacker-Treffen " What the Hack " soll eigentlich vom 28. bis 31. Juli 2005 in Liempde, Gemeinde Boxtel, Niederlande, auf einem großen Veranstaltungs- und Campinggelände stattfinden. Der Bürgermeister von Boxtel sieht jedoch im dieser Veranstaltung eine "Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung". Er will daher die notwendige Genehmigung für die Open-Air-Verstaltung verweigern. Die Organisatoren wollen notfalls rechtliche Schritte unternehmen.

Zu dem Treffen werden über 3000 Teilnehmer aus aller Welt erwartet. Es findet alle vier Jahre unter einem anderen Titel statt. Die letzte Veranstaltung war "Hacking at Large" im Jahr 2001 in Twente bei Enschede. Organisiert wird das Treffen von Rop Gonggrijp, Mitbegründer des ersten holländischen Internet Providers XS4ALL und ehemaliger Herausgeber des Hacker-Magazins "Hack-Tic".

Zentrale Themen der Vorträge und Workshops von "What the Hack" sind unter anderem aktuelle Tendenzen zum Überwachungsstaat, drohende Risiken biometrischer Erfassung und RFID-Chips, Auswirkungen von Software-Patenten in Europa, Selbsthilfe beim Schutz der eigenen Daten, Möglichkeiten für drahtlosen Internetzugang in Entwicklungsländern sowie verschiedenste Aspekte der Computersicherheit.

Rop Gonggrijp geht davon aus, dass der Bügermeister einem Missverständnis unterliegt, was die Gepflogenheiten bei einem Hacker-Treffen angeht. Es gebe in der 16-jährigen Geschichte dieser Veranstaltung keinen einzigen Zwischenfall, der seine Sorgen rechtfertigen könnte, weder auf dem Gelände noch online. Die Veranstalter sind daher optimistisch, dass sie den Bürgermeister im Guten überzeugen können die Genehmigung nicht zu verweigern.

0 Kommentare zu diesem Artikel
109150