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Sony nutzt FBI-Methoden im Kampf gegen Anonymous & Co.

14.03.2012 | 18:42 Uhr |

Um sich in Zukunft besser gegen Hacker zu schützen, will Sony ein vom FBI inspiriertes Profiling-System einführen.

Nach dem Hacker-Skandal im PlayStation Network im vergangenen Jahr hat Sony einen neuen PlayStation-Sicherheitschef eingesetzt. Brett Wahlin zieht nun eine Reihe von Spionageabwehr-Strategien in Betracht, die Sonys Online-Netzwerke in Zukunft besser vor Eindringlingen schützen sollen. Der Sicherheitsexperte geht davon aus, dass zukünftige Hacker-Angriff verstärkt von so genannten Agenda-getriebenen Gruppen wie etwa Anonymous ausgehen könnten.

Angriffe würden in den letzten Monaten immer häufiger von Organisationen ausgeführt, die soziale Ziele verfolgen. Deren Methoden würden sich stark von Industrie-Spionen unterschieden, bestätigte Wahlin in einem Interview mit Secure Business Intelligence. Sony habe bereits auf diesen Trend reagiert und richte seine Sicherheitsmaßnahmen nun verstärkt in diese Richtung aus.

Angriffe auf Sony-Netzwerke sollen künftig anhand eines neuen Profiling-Systems erkannt werden. Dabei sollen Nutzer bereits im Vorfeld beobachtet und auffälliges Verhalten registriert werden. Entdeckt Sony beispielsweise bei einem Nutzer einen Trojaner, könne darauf umgehend reagiert werden. Ins Profiling sollen außerdem Browser-Verhalten, genutzte Programme oder auch Telefonate mit einfließen. Welche Auswirkungen das neue System auf PSN-Nutzer haben wird, bleibt abzuwarten. Konkrete Details zur Umsetzung des Vorhabens wollte Wahlin noch nicht bekannt geben.

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