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Online-Bankräuber erbeuten 6,7 Millionen US-Dollar

18.01.2012 | 18:21 Uhr |

In Johannesburg fand in den ersten Tagen des noch jungen Jahres ein perfekt vorbereiteter Online-Bankraub statt, bei dem 6,7 Millionen US-Dollar erbeutet wurden.

Eine anonyme Hackergruppe hat sich in den ersten drei Tagen des Jahres 2012 Zugang zum IT-System der südafrikanischen Postbank verschafft. Da die Büros der zur Post gehörenden Bank über die Feiertage geschlossen waren, konnten sich die Cyber-Bankräuber aus der Ferne in das Server-System einloggen und dort Geld von mehreren Konten auf ihre eigenen übertragen.

Da die Hacker auch das Auszahlungslimit erhöhen konnten, ließen sich an den Folgetagen in den umliegenden Städten weitere Summen von Geldautomaten abheben. Insgesamt wurden 6,7 Millionen US-Dollar erbeutet. Das Sicherheitssystem der Bank versagte komplett, daher wurde der Angriff erst entdeckt, als sich die Mitarbeiter zu ihrem ersten Arbeitstag meldeten. Nationale Sicherheitsexperten hatten das Schutzsystem der Bank schon mehrfach als zu schwach bezeichnet.

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Mittlerweile haben sowohl Polizei als auch der Geheimdienst National Intelligence Agency mit den Ermittlungen begonnen. Anleger müssten nach Angaben der Bank nicht um ihr Erspartes bangen, dieses würde von der Versicherung ersetzt. Ob der bei dem Angriff genutzte Computer eines Mitarbeiters mit oder ohne dessen Zutun missbraucht werden konnte, soll ebenfalls geklärt werden.

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