09.01.2012, 18:59

Denise Bergert

Hacker

Microsoft bestreitet Xbox-Live-Sicherheitslücke

©Microsoft

Eine betroffene Xbox-Live-Nutzerin, die in der vergangenen Woche mit ihren Enthüllungen für Aufsehen gesorgt hatte, wird nun von Microsoft finanziell entschädigt.
In den vergangenen Monaten gab es immer wieder Gerüchte um massive Sicherheitslücken im Online-Service Xbox Live. So sei es laut einem Bericht der britischen Tageszeitung The Sun Hackern bereits mehrmals gelungen, Xbox-Live-Accounts zu erbeuten. Microsoft stritt derartige Vorwürfe stets ab und wies darauf hin, dass die betroffenen User wohl einer Phishing-Attacke auf den Leim gegangen seien. Dass das Online-Netzwerk der Xbox 360 aber tatsächlich ein Sicherheitsproblem haben könnte, untermauerte in der vergangenen Tagen eine Tumblr-Bloggerin.

In ihrem Enthüllungsbericht erklärt die junge Frau, dass ihr Xbox-Live-Account gehackt worden sei. Beweise dafür lieferten angeblich unrechtmäßige Abbuchungen auf ihrem Kreditkarten-Konto. Laut ihren Aussagen, weigerte sich Microsoft, ihren Account zu sperren, um weiterem Missbrauch vorzubeugen. Bei ihrer weiteren Recherche stieß die Bloggerin auf eine illegale Verkaufsplattform auf der gestohlene Xbox-Live-Accounts angeboten wurden – darunter auch ihr eigener Zugang, der für einen relativ niedrigen Geldbetrag den Besitzer gewechselt hatte.
Microsoft bezog heute schließlich Stellung zu den Vorwürfen und betonte, dass auch die Tumblr-Bloggerin lediglich auf einen Phishing-Scam hereingefallen sei. Ein Sicherheitsleck, über das sich Hacker Zugang zu den Nutzer-Accounts hätten verschaffen können, gebe es nicht. Die Bloggerin habe man inzwischen finanziell entschädigt und ihren Account der rechtmäßigen Besitzerin zurückgegeben.
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