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LulzSec greift Electronic Arts an und zieht sich zurück

26.06.2011 | 14:44 Uhr |

Die Hacker-Gruppe Lulz Security (LulzSec) zieht sich eigenen Angaben zufolge, aus ihren „illegalen Aktivitäten“ zurück. Als großes Finale konnte LulzSec jedoch noch die persönlichen Daten von mehr als einer halben Million Electronic-Arts-Kunden erbeuten.

In den vergangenen 50 Tagen sorgten die Angriffe der Hacker-Gruppe LulzSec immer wieder für Aufsehen. Auf ihren Streifzügen durch das World Wide Web konnte die Organisation unter anderem Nutzerdaten von Sony , Bethesda und einem Porno-Videostream-Anbieter erbeuten. Selbst vor der CIA machte LulzSec nicht Halt. Heute gab die Gruppe per offizieller Meldung bekannt, dass es in Zukunft keine weiteren Angriffe mehr geben werde. Der Rückzug erfolgt jedoch nicht ohne ein großes Finale.

Zusammen mit der Stellungnahme veröffentlichte LulzSec heute auch ein großes Nutzerdaten-Paket. Das rund einen Gigabyte große File beinhaltet Daten des US-Telekommunikationsanbieters AT&T sowie IP-Adressen von Firmen wie Sony, Viacom, Disney, EMI und NBC Universal. LulzSec gelang es außerdem die Email-Adressen, Benutzernamen und Passwörter von 200.000 Mitgliedern des Portals hackforums.com zu erbeuten.

LulzSec-Mitglied in Großbritannien verhaftet

Ebenfalls von der Attacke betroffen ist der NATO-Online-Bookshop, aus dem Passwörter und Login-Daten von 12.000 Mitgliedern gestohlen wurden. Am härtesten traf es jedoch den Videospiel-Publisher Electronic Arts. LulzSec gelang es, in die Server des Online-Actionspiels Battlefield Heroes einzudringen und die Benutzernamen und Passwörter von 500.000 Spielern zu stehlen. Hinzu kommen die persönlichen Daten von 50.000 Mitgliedern unterschiedlicher Videospiel-Foren. Electronic Arts hat bislang noch keine Stellung zur Hacking-Aktion bezogen.

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