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Georgien-Krieg tobt auch im Internet

11.08.2008 | 16:03 Uhr |

Russische Panzer rollen durch Georgien, Jagdbomber nehmen Stellungen von georgischen Truppen unter Feuer – im Kaukasus wurde aus einem schon länger schwelenden Konflikt ein heißer Krieg. Der Konflikt setzt sich anscheinend auch im Internet fort: Viele georgische Websites waren oder sind nicht mehr erreichbar oder wurden von Hackern verändert.

Über die Urheber der DDoS-Attacken oder Defacement-Angriffen kann man nur spekulieren. Fakt ist aber, dass viele Website von staatliche georgischen Stellen nicht mehr erreichbar sind oder Defacement-Angriffen zum Opfer fielen. So wurde die Homepage des Außenministeriums von Georgien durch eine Website ersetzt, die den georgischen Präsidenten Micheil Saakaschwili als Nazi zeigte. Bei Redaktionsschluss war die Website aber wieder mit korrekten Inhalten online erreichbar.

Einige georgische Server wurden von tausendfachen sinnlosen Anfragen überflutet und so in die Knie gezwungen, dass sie und die auf ihnen gehosteten Websiten nicht mehr erreichbar waren.

Beobachter gehen davon aus, dass es sich bei diesen Attacken um einen koordinierten, groß angelegten Cyberwar von russischen Hackern handelt. Ob im Auftrag russischer Regierungsstellen oder auf eigene Initiative patriotischer Russen, die ihr Land im Kampf gegen Georgien unterstützen wollen, sei einmal dahin gestellt.

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