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Hacker-Gadget öffnet Autos und Garagentore

11.08.2015 | 05:09 Uhr |

Ein kleines Elektronik-Gadget für nur 30 US-Dollar stiehlt Codes zum Öffnen von Garagentoren und Autotüren.

Der Sicherheitsforscher Samy Kamkar hat im Rahmen der Defcon 2015 seinen neuesten Streich präsentiert. Mit Materialkosten von rund 30 US-Dollar baute er das kleine Hacker-Gadget Rolljam, das Dritten automatisiert Zugang zu elektronischen Garagentoren und Autotüren verschafft.

Mit der Einführung von elektronischen Schlüsseln für Autotüren, die sich per Knopfdruck öffnen lassen, machten sich auch Hacker das System zunutze. Um vorzubeugen, dass Dritte den Code auslesen können, brachten die Autohersteller den so genannten rollenden Code auf den Markt. Hier wird bei jedem Öffnen der Autotür ein neuer Code vergeben. Greift ein Hacker also einen dieser Codes ab, wird er unbrauchbar, da der Autobesitzer ihn bereits selbst benutzt hat. Kamkar umgeht diesen Sicherheitsmechanismus mit einem Trick. Rolljam hindert das Signal des Schlüsselbesitzers am Erreichen des Autos. Kamkar kann den einmaligen Codes also selbst benutzen, da er von der Elektronik noch nicht registriert wurde.

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Das Hacker-Gadget des Sicherheitsforschers ist sogar in der Lage, dem System immer wieder neue Codes zu entlocken, um die Autotür wiederholt zu öffnen. Rolljam funktionierte in Tests mit Autos von Ford, Nissan, Toyota und VW. Es kann außerdem bei zahlreichen Garagentür-Öffnern angewendet werden. Mit seinem Versuch will Kamkar Hersteller dazu bringen, auch ältere Modelle mit einem neuen Codesystem zu updaten, bei dem seine Hacking-Methode nicht mehr funktioniert.

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