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Hacker: Firefox wird als Ziel beliebter

22.03.2005 | 16:16 Uhr |

Laut einer Studie von Symantec gab es für Firefox in der Zeit vom 1. Juli bis zum 31. Dezember 2004 insgesamt 21 Lücken. Damit waren es mehr, als für den Internet Explorer. Allerdings waren neun der 13 IE-Lücken gefährlich und beim Firefox "nur" elf der 21 Lücken.

Der Erfolg von Firefox hat auch seine Schattenseite. Immer mehr Hacker, so eine Studie der Sicherheitsspezialisten von Symantec , nehmen den Feuerfuchs ins Visier. Demnach habe die Anzahl der festgestellten Sicherheitslücken im Zeitraum vom 1. Juli bis zum 31. Dezember 2004 beim Firefox höher gelegen als beim Konkurrenten Internet Explorer.

Wie unsere US-Schwesterpublikation PC-World meldet, sei der Internet Explorer im gleichen Zeitraum von insgesamt 13 Sicherheitslücken geplagt worden. Mozillas Firefox sei in der selben Periode von 21 Lücken betroffen gewesen.

Einen wichtigen Unterschied gab es allerdings beim Schweregrad der Lücken. Insgesamt neun der 13 IE-Lücken seien als "hoch gefährlich" eingestuft worden. Beim Firefox waren es dagegen "nur" elf der 21 Lücken. Außerdem habe Microsoft länger gebraucht, um die Lücken zu stopfen. Die Redmonder hätten demnach im Schnitt 43 Tage benötigt. Die Entwickler des Mozilla-Browsers dagegen nur 26 Tage.

"Firefox und Mozilla beginnen eine höhere Anziehungskraft für Angreifer zu entwickeln. Leute, die Trojanische Pferde und Würme entwickeln und über Web-Browser verbreiten wollen, achten auf den höchsten Erfolg", so Alfred Huger, Senior Director of Engineering bei Symantec.

Traditionell sei der Internet Explorer seit seiner weit reichenden Verbreitung das beliebteste Angriffziel. Seit 1997 habe Symantec insgesamt 313 IE-Lücken gezählt. Bei Mozilla-Browsern dagegen weniger als 100.

Insgesamt nimmt auch die Anzahl der neu entdeckten Sicherheitslücken in anderen Programmen zu. Symantec konnte im bereits erwähnten Zeitraum 1403 neue Lücken dokumentieren. Das waren 13 Prozent mehr als in dem Halbjahr davor. Fast die Hälfte davon betrafen Applikationen, die mit dem Web verbunden sind. Das entspricht einem Zuwachs von knapp 40 Prozent.

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