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LulzSec treibt Verwirrspiel mit Behörden

29.07.2011 | 17:36 Uhr |

Mit der Verhaftung des angeblichen Anonymous- und LulzSec-Sprechers Topiary könnten die britischen Behörden einer Verschleierungstaktik der beiden Organisationen auf den Leim gegangen sein.

Nachdem die Hacktivisten von Anonymous sowie die Cracker-Gruppe LulzSec in den vergangenen Wochen nicht nur hochkarätige Unternehmen, sondern auch die NATO in Angst und Schrecken versetzten, verkündete Scotland Yard am vergangenen Mittwoch stolz die Festnahme des mutmaßlichen Anführers der virtuellen Freiheitskämpfer.

Dieser Schlag könnte sich laut Gerüchten nun jedoch als Fauxpas der Hacker entpuppen. So bestätigt die Anti-Hacker-Gruppe Web Ninjas in ihrem offiziellen Blog, dass LulzSec über zahlreiche Identitäten verfüge, um Behörden auf die falsche Fährte zu locken. Topiary, ursprünglich der alte Nickname eines Anonymous-Mitglieds, sei eine von ihnen. In einem Chat-Log bestätigte der echte Topiary sogar, sich bereits zu freuen, wenn Scotland Yard seiner falschen Fährte zu den Shetland Inseln auf den Leim ginge.

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Genau dieser Plan scheint vor zwei Tagen aufgegangen zu sein, als für einen 19-jährigen Briten die Handschellen klickten. So recht will die Identität des Hacker-Kopfes nicht zu dem jungen Mann passen, denn bislang ging die Szene davon aus, dass es sich bei Topiary um einen 23-jährigen Schweden handelt. Beide Organisation sind für das „Ausborgen“ falscher Identitäten bekannt. Und in diesem Fall wären die Behörden auch nicht zum ersten Mal darauf hereingefallen. Bereits im Juni entpuppten sich zwei festgenommene LulzSec-Mitglieder als harmlose Ex-Anonymous-Hacktivisten, die in Ungnade gefallen waren.

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