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Hacker-Attacke auf Consors

Die Serie von Denial-of-Service-Attacken der vergangenen Wochen reißt nicht ab. Auch den Finanzdienstleister Consors hat es jetzt erwischt: Unbekannte legten für rund zwei Stunden die Website der Nürnberger Bank lahm.

Die Serie von Denial-of-Service-Attacken (siehe Glossar) der vergangenen Wochen reißt nicht ab. Auch den Finanzdienstleister Consors hat es jetzt erwischt: Unbekannte legten für rund zwei Stunden die Website der Nürnberger Bank lahm.

Geschützte Bereiche waren laut Firmenvertretern nicht betroffen - auch seien keine Bank-Informationen nach außen gelangt. Das ist aber normalerweise sowieso nicht das Ziel eines Denial-of-Service-Angriffs. Denn bei solchen Attacken geht es nicht um Datenklau, sondern darum, den Betrieb des Servers zu sabotieren.

Allerdings trifft ein solcher Vorfall ein Unternehmen wie Consors besonders hart. Die Direktbanken in Deutschland sind dem derzeitigen Börsenansturm ohnehin kaum noch gewachsen. Die Beschwerden der Anleger, dass Sites nicht erreichbar oder Telefonanschlüsse stundenlang besetzt sind, haben in den vergangenen Wochen massiv zugenommen.

Firmenvertretern zufolge haben das Bundeskriminalamt sowie die Staatsanwaltschaft Nürnberg die Ermittlungen aufgenommen. (PC-WELT, 10.03.2000, sp)

Direktbanken: Verstopfte Leitungen, besetzte Anschlüsse (PC-WELT Online, 2.3.2000)

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