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Sony macht Anonymous für PSN-Hack verantwortlich

05.05.2011 | 17:04 Uhr |

Bei einer Anhörung vor dem US-Kongress macht Sony die Hacker-Gruppe Anonymous für den Datendiebstahl im PlayStation Network verantwortlich. Die Organisation bestreitet jedoch jegliche Beteiligung an dem Angriff.

Gestern musste der japanische Technik-Konzern Sony dem US-Kongress bei einer Anhörung zum Datendiebstahl im PlayStation Network Rede und Antwort stehen. Dabei gab das Unternehmen zu Protokoll, dass man auf den Sony-Online-Entertainment-Servern Hinweise auf die Hacker-Gruppe Anonymous gefunden habe. Sony sei „Opfer einer sorgfältig geplanten, sehr professionellen sowie höchst komplexen und kriminellen Cyber-Attacke“ geworden, so ein Sprecher. Bei der Erklärung ließ Sony jedoch offen, ob es sich bei den Angreifern tatsächlich um Anonymous oder nur um Verschwörer gehandelt haben könnte, die eine falsche Fährte legen wollten.

Der PlayStation-Hersteller geriet Anfang des Jahres ins Visier von Anonymous. Sony leitete die strafrechtliche Verfolgung von PS3-Hacker George „Geohot“ Hotz ein, woraufhin Anonymous das PlayStation Network sowie mehrere Sony-Websites lahmlegte, um den Konzern zur Beilegung des Rechtsstreits zu zwingen. Kurz darauf entschuldigten sich Anonymous bei allen betroffenen PSN-Nutzern und beteuerten, mit zukünftigen Aktionen keinen unbeteiligten Sony-Kunden mehr schaden zu wollen.

PC-WELT-Kommentar zum Daten-Gau

Kurz nach dem PSN-Datenklau vor zwei Wochen bezog die Gruppierung Stellung und bestätigte, dass Anonymous nichts mit dem Angriff zu tun habe. Heute folgte eine weitere Stellungnahme zu den Anschuldigungen seitens Sony. Anonymous heiße den Diebstahl von Kreditkarten-Daten nicht gut. Sony werde im Zuge seiner Ermittlungen zu der Erkenntnis gelangen, dass die Gruppierung nicht an den Angriffen beteiligt war.

Vor Ostern war es Hackern gelungen ins PlayStation Network der PlayStation 3 einzudringen und die persönlichen Daten von 77 Millionen Nutzern zu stehlen. Auch die Server von Sony Online Entertainment fielen der Attacke zum Opfer, wobei weitere 25 Millionen Profile entwendet wurden.

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