07.09.2011, 18:06

Denise Bergert

Hacker-Abwehr

Sony stellt neuen PSN-Sicherheitschef ein

©Sony

PlayStation-Hersteller Sony hat einen ehemaligen Homeland-Security-Mitarbeiter angeheuert, um zukünftigen Angriffen auf das PlayStation Network vorzubeugen.
Nachdem Sony bereits im Juni neue Sicherheitsvorkehrungen für das Online-Netzwerk PlayStation Network vorgestellt hatte, hat das japanischen Unternehmen nun einen neuen Sicherheitschef eingestellt. Philip Reitinger, der ehemalige Leiter des US National Cyber Security Center, soll als Chief Information Security Officer von Washington DC aus, die Abwehrmechanismen des PSN verstärken und so Hackern die Stirn bieten.

Dieser Schritt erfolgt im Zuge eines der größten Datenklau-Skandale in der Geschichte. Im April 2011 war es Hackern gelungen in die Online-Netzwerke von Sony PlayStation und Sony Online Entertainment einzudringen und die persönlichen Daten von mehr als 100 Millionen Nutzern zu stehlen. Darunter fanden sich Passwörter und Kreditkarten-Nummern.
Nach fast sechswöchigen Reparatur-Arbeiten ging das PlayStation Network schließlich im Juni wieder online. Mit verschärften Sicherheitsrichtlinien und einem Entschädigungsprogramm für alle geprellten Konsolen-Besitzer. Die PlayStation-Kunden scheint der Vorfall jedoch nicht so sehr empört zu haben, wie Anfangs von Branchenexperten vermutet. Laut dem japanischen Konzern haben sich seit dem Hacker-Angriff mehr als drei Millionen Neukunden für den Online-Dienst PlayStation Network angemeldet.
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