203390

HVD: 5,25-Zoll-Datenträger mit 300 GB Speicherplatz

28.11.2005 | 13:51 Uhr |

Maxell wird Ende 2006 die ersten holographischen Medien (HVD, Holographic Versatile Disc) auf den Markt bringen, auf denen Daten, wie der Name schon andeutet, holographisch gespeichert werden. Die ersten Medien werden eine Speicherkapzität von 300 GB bieten.

Im Vergleich zu herkömmlichen Medien wird bei HVDs, vereinfacht ausgedrückt, nicht nur die Oberfläche eines Datenträgers beschrieben, sondern das gesamte Volumen. Dadurch ergeben sich viel höhere Speicherkapazitäten. So können laut Angaben von Maxell auf einem Medium mit einem Durchmesser von 5,25-Zoll ungefähr 63 mal so viele Daten wie auf einer DVD gespeichert werden.

"Im Gegensatz zu anderen Technologien, die ein Daten-Bit nach dem anderen schreiben, erlaubt es Holographie, Millionen von Bits mittels eines Lichtblitzes zu schreiben. Das ermöglicht Transferraten, die signifikant höher sind, als bei derzeitigen optischen Speichergeräten", so eine Sprecherin von Inphase Technologies, dem Unternehmen, mit dem Maxell die HVDs entwickelt.

Die Technologie selbst erlaubt Speichergrößen von bis zu 1,6 Terabyte pro Disk bei einer Transferrate von bis zu 120 Megabyte pro Sekunde. Hinzu kommt die lange Lebensdauer der Medien, die bei 50 und mehr Jahren liegen soll. Der Preis der Medien pro Gigabyte soll um einiges niederiger sein, als bei den derzeit erhältlichen Speichermedien.

Die erste Generation der holographischen Medien soll laut Angaben von Maxell Platz für 300 GB Daten bei einer Transferrate von 20 Megabyte pro Sekunde bieten. Die Medien und die dazu gehörigen Laufwerke sollen ab Ende 2006 erhältlich sein. Preise wurden noch nicht genannt.

Holographische Medien werden als Nachfolger von Blu-Ray & Co. angesehen. Auf einem 300-GB-Medium passen immerhin bis zu 26 Stunden HD-Film. Film-Fans dürfte holografischer Speicher ein Begriff sein, wenn sie sich an "HAL-9000" erinnern. In "2010 - Das Jahr, in dem wir Kontakt aufnehmen" wurde erklärt, dass der Rechner derartigen Speicher nutzt.

Im Juli war bekannt geworden, dass das japanische Unternehmen Optware ebenfalls an der HVD-Technologie arbeitet. Die ersten, nur lesbaren HVD-Medien mit 100 GB Speicherkapazität und die dazugehörigen Player will das Unternehmen ab 2007 ausliefern. Für die Entwicklung wird Optware finanziell von Unternehmen unterstützt, zu denen auch Toshiba gehören soll.

0 Kommentare zu diesem Artikel
203390