FIREWALL AUSTRICKSEN
Das kann's: Ähnlich wie JAP (2Seite 82) verschleiert HTTP-Tunnel, wer welche Seite aufruft und was er dort tut. Doch das Tool kann mehr: Es lässt auch andere Anwendungen zu, die nicht mit den gängigen Protokollen arbeiten und nicht die üblichen Ports verwenden. So lassen sich Dienste, die hinter einer Firewall oder einem Proxy-Server nicht funktionieren, etwa bestimmte Tauschbörsen oder Messaging-Dienste, auch dann nutzen, wenn etwa der Arbeitgeber diese Ports beschränkt oder ganz sperrt. Das englischsprachige Tool baut über die erlaubte Verbindung, durch die auch der Browser Kontakt zum Internet aufnimmt, eine Tunnelverbindung zum Server des Herstellers auf. Die Daten, die sonst über andere Ports laufen, werden dann über diesen Tunnel abgewickelt.
So geht's: Beim ersten Start geben Sie entweder die Adresse Ihres Proxy-Servers an oder klicken auf "Auto-Detect". Danach konfigurieren Sie noch die Anwendung, die Sie einsetzen wollen. Für viele Programme finden Sie eine Anleitung auf der Website. HTTP-Tunnel lässt sich in zwei Betriebsarten verwenden, die mit derselben Version der Software funktionieren. Neben einem werbefinanzierten Gratismodus gibt es eine Bezahlversion. Während die kostenpflichtige Software etwa DSL-1000-Geschwindigkeit erreicht, ist bei der Gratisversion bei 1,5 KB/s Schluss.
Download:
www.http-tunnel.com (162 KB)
Preis: gratis oder ab 3,80 Euro/Monat, je nach Geschwindigkeit
Windows: 98/ME, NT 4, 2000, XP
Sprache: englisch
Rechtliches Glatteis
Mit dem Einsatz von HTTP-Tunnel oder einem ähnlichen Tool machen Sie sich möglicherweise nicht nur Freunde - beispielsweise, wenn Sie es am Arbeitsplatz nutzen. IT-Abteilungen sehen es in der Regel nicht gern, wenn Restriktionen des Unternehmens auf diesem Weg umgangen werden. Auch kann das Austricksen der Firewall rechtliche Konsequenzen haben, etwa wenn das private Surfen am Arbeitsplatz grundsätzlich verboten ist oder es eine Betriebsvereinbarung gibt, die beispielsweise genau regelt, was der Mitarbeiter darf und was nicht.
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