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HP macht in 3D-Druck

29.10.2014 | 18:20 Uhr |

HP zeigt mit Multi Jet Fusion, wie sich das Unternehmen den 3D-Druck vorstellt. Die Technik ist für Dienstleister und Hersteller gedacht.

HP verrät erstmals Details zur 3D-Drucktechnik, über die schon länger spekuliert wird. Das Unternehmen nennt sie Multi Jet Fusion: Die Technik soll drei Probleme des 3D-Drucks lösen - Geschwindigkeit, Qualität und Kosten. In Sachen Geschwindigkeit soll Multi Jet Fusion 10x schneller arbeiten als jeder 3D-Drucker, der derzeit auf dem Markt zu finden ist. Die produzierten Teile sollen dabei robust und hochwertig sein. Und nicht zuletzt auch zu einem fairen Preis herstellbar.

Der 3D-Druckprozess von HPs Multi Jet Fusion.
Vergrößern Der 3D-Druckprozess von HPs Multi Jet Fusion.

So funktioniert Multi Jet Fusion: Auf ein Trägermaterial werden Flüssigkeiten aufgetragen, die sich mittels Hitze mit dem Träger entweder verbinden oder ihn abstoßen. Im Ergebnis lassen sich so Gegenstände mit Rundungen und Ecken erzeugen. Zu den möglichen Materialien nennt HP keine Details. Das Tempo im Produktionsprozess erzeugt eine Art Druckeinheit, die bis zu 350 Millionen Tropfen aussenden kann, die nur 21 Mikron winzig sind. Wie stark die Materialien sein können, zeigt das Unternehmen in einem Film anhand eines Rings, der so stabil ist, dass sich daran ein Auto per Kran in die Luft ziehen lässt.

Druckbeispiel der HP-3D-Drucktechnik Multi Jet Fusion: Ein Ring, der so stabil ist, dass man ein Auto daran hänge kann.
Vergrößern Druckbeispiel der HP-3D-Drucktechnik Multi Jet Fusion: Ein Ring, der so stabil ist, dass man ein Auto daran hänge kann.

Den ersten Multi-Jet-Fusion-Drucker hat HP heute in den USA präsentiert, macht aber keine konkreten Angaben zu Launchterminen oder Preisen. Die Maschine ist für Dienstleister und Unternehmen gedacht. HP betont, dass sie erst einen Anfang darstellt. Deswegen hat Multi Jet Fusion eine offene Plattform. Mit dem "Open Customer Engagement Program" soll sie zusammen mit ausgesuchten Partnern und Kunden getestet und weiterentwickelt werden. Im Mittelpunkt stehen dabei Faktoren wie Farben, elastische Materialien, unterschiedliche Texturen und thermische sowie elektrische Leitfähigkeit. Eine marktfähige Maschine ist für 2016 geplant.

 

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