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HP übt scharfe Kritik an Abgabe-Forderungen der GEMA

08.07.2002 | 13:01 Uhr |

HP hat heftige Kritik an der GEMA für deren Forderung geübt, die gesetzliche Urheberpauschale auf CD-Rohlinge nahezu zu verdreifachen. "Die Politik der GEMA zeigt inzwischen absurde Züge", erklärte Regine Stachelhaus, Mitglied der Geschäftsführung von Hewlett-Packard Deutschland.

HP hat heftige Kritik an der GEMA für deren Forderung geübt, die gesetzliche Urheberpauschale auf CD-Rohlinge nahezu zu verdreifachen, wie unsere Schwesterpublikation Tecchannel berichtet. "Die Politik der GEMA zeigt inzwischen absurde Züge", erklärte Regine Stachelhaus, Mitglied der Geschäftsführung von Hewlett-Packard Deutschland.

Die GEMA hatte in einem Schreiben an das Bundesministerium der Justiz gefordert, die Vergütung für unbespielte Tonträger von 6,14 Cent auf 18 Cent pro Stunde Spieldauer zu erhöhen. Nur dadurch lasse sich das krasse Missverhältnis zwischen kreativer Leistung der Musikautoren und ihrer Entlohnung korrigieren, so die GEMA. Die derzeit gültige Urhebervergütung für das private Kopieren gilt seit 15 Jahren. Die geforderte Veränderung würde bedeuten, dass jeder 90-Minuten-CD-Rohling um etwa 18 Cent und jeder 74-Minuten-Rohling um etwa 15 Cent teurer würde.

Entsprechend heftig ist die Kritik von Hewlett-Packard . "Wir wenden uns in scharfer Form gegen den Versuch der GEMA, Einnahmeausfälle der Unterhaltungsindustrie durch drastische Erhöhungen von Geräteabgaben auf CD-Rohlinge auszugleichen", heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens. Konkret geht es um den Download von Musik und anderer Inhalte aus dem Web und deren Kopieren auf CDs.

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