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HP stellt reiskorngroßen RFID-Konkurrenten vor

17.07.2006 | 15:25 Uhr |

Hewlett-Packard hat den Prototypen eines Speicherchips in Miniaturgröße vorgestellt. Der "Memory Spot" bietet derzeit eine Kapazität von bis zu 4 Mbit und kann gespeicherte Daten drahtlos an Geräte wie PDAs oder Handys senden.

Mit einer Fläche von 2-4 mm² ist ein neuer Speicherchip von HP in etwa so groß wie ein Reiskorn. Der "Memory Spot" bietet dabei Kapazitäten von 256 Kbit bis 4 Mbit - genug für kurze Videoclips, Bilder- oder Text-Dateien. Gespeicherte Inhalte können drahtlos an technisch angepasste Geräte wie PDAs oder Handys übertragen werden. Auch für die Stromversorgung der Memory Spots sind die zum Auslesen der Daten verwendeten Geräte zuständig, sie erfolgt über ein Induktionsfeld.

Auf Grund seiner geringen Größe eignet sich der Memory Spot für eine Reihe möglicher Einsatzgebiete. So wäre es denkbar, mit Hilfe des Chips einem Dokument oder einem Foto zusätzliche Informationen hinzuzufügen. Auch mit Musik- oder Video-Clips versehene Grußkarten wären möglich. Zudem könnte der Chip beispielsweise in Medikamentenverpackungen implementiert werden und so dabei helfen, Fälschungen zu identifizieren.

Trotz weitgehend gleicher Grundfunktionen gibt es aber noch Unterschiede zur RFID-Technologie, die derzeit von den Unternehmen massiv vorangetrieben wird. Einer davon ist die Reichweite der Chips. Während RFID-Tags noch über relativ große Entfernungen ausgelesen werden können, müssen Anwender beim Memory Spot direkt vor dem Chip positioniert sein, um Daten auslesen zu können. Nach Informationen der BBC rechnet HP noch mit mindestens zwei Jahren Entwicklungszeit.

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