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HP steigert Deutschland-Geschäft um 7 Prozent

Hewlett-Packard konnte seinen Umsatz in Deutschland im Geschäftsjahr 2004 um sieben Prozent auf 5,22 Milliarden Euro steigern.

Der Technologiekonzern Hewlett Packard (HP) hat seinen Umsatz auf dem deutschen Markt im Geschäftsjahr 2004 (31.10.) um sieben Prozent auf 5,22 Milliarden Euro gesteigert. Wie der Vorsitzende der Geschäftsführung der Hewlett Packard GmbH Uli Holdenried am Freitag in Stuttgart erklärte, liegt der Gewinn im Rahmen der Erwartungen und über dem Vorjahresergebnis. HP beschäftigt derzeit in Deutschland 9600 Mitarbeiter. Bis zum Jahresende sollen 350 Stellen abgebaut werden. HP will nach Worten von Holdenried künftig stärker als bisher in Deutschland den Mittelstand bei seinen globalen Aufgaben unterstützen.

Im Bereich der Unternehmens-Informationstechnologie waren nach Angaben von HP im vergangenen Jahr erste Anzeichen einer im Vergleich zum Vorjahr stärkeren Investitionsbereitschaft erkennbar. Schwerpunkte bildeten dabei die Verbesserung der Kostenstrukturen und die Steigerung der Produktivität. HP hatte im April vergangenen Jahres den Serviceanbieter Triaton gekauft und damit seine Präsenz auf dem Markt der IT-Dienstleistungen erweitert. HP konnte dadurch seinen Zugang zu Branchen wie der Automobil- und Fertigungsindustrie sowie zur Stahl- und chemischen Industrie verbessern.

"Das Geschäft mit Notebooks hat mir keine Freude gemacht. Wir wollen uns in diesem Bereich wieder Marktanteile zurück holen", sagte Stephan Wippermann aus der Personal Systems Group von HP. Mit dem Firmenkundengeschäft im Bereich Workstations und Desktops sei HP zufrieden und wolle dort weiter wachsen. "Allerdings nicht um jeden Preis: Wir werden verstärkt auf unsere Profitabilität achten", fügte er hinzu.

Das Privatkundengeschäft war durch starke Kaufzurückhaltung und eine entsprechende Preissensibilität geprägt, hieß es. Der Wettbewerb habe zu einem "erheblichen Preisdruck geführt". Beispielsweise koste eine 4-Megapixel-Digitalkamera in Deutschland rund 80 Euro weniger als in Frankreich oder Großbritannien. Zudem sei in Deutschland die Anzahl der Billiganbieter im internationalen Vergleich am höchsten. Die Konsolidierung in der Branche, der Preisdruck und der Verdrängungswettbewerb werde auch im Jahr 2005 anhalten.

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