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HP ruft fehlerhafte Notebook-Akkus zurück (Update)

21.04.2006 | 10:47 Uhr |

Hewlett-Packard hat eine große Rückrufaktion gestartet. Betroffen sind 15.700 in China gefertigte Notebook-Akkus. In mindestens einem Fall hat ein überhitzter Akku bereits einen Personenschaden verursacht. In Deutschland sind einige wenige Geräte betroffen.

Die Akkus bestimmter HP-Notebooks können sich überhitzen und Schäden verursachen. Ein Benutzer soll sich bereits verbrannt haben. Hewlett-Packard spricht in diesem Zusammenhang von "einer kleineren Verbrennung".

Durch einen internen Fehler können sich die Akkus überhitzen und schmelzen. Dadurch kann ein Brand entstehen, außerdem können sich Personen verletzen.

Bisher sind 20 derartige Fälle weltweit bekannt geworden, davon zwei in den USA. In einem Fall verbrannte sich eine Person leicht, in elf weiteren Fällen kam es zu Sachschäden, wie die "U.S. Consumer Product Safety Commission" erklärte.

Die Akkus wurden Anfang 2005 in China hergestellt. Das Etikett, mit dem die Akkus beschriftet sind, beginnt mit "L3". Die Akkus wurden in diversen Notebooks von HP verbaut, unter anderem in Modellen der Reihen HP Pavillion Family (Modellbezeichnung: dv1xxx, ze2xxx), HP Compaq Family (nx48xx) und Compaq Presario Family (V2xxx, M2xxx). Die betroffenen Notebooks wurden zwischen Januar und Dezember 2005 verkauft. Akkus aus der problematischen Produktion kamen zudem auch separat in den Handel.

Die U.S. Consumer Product Safety Commission rät: Benutzer sollen Akkus mit dem "L3" auf dem Etikett ab sofort nicht mehr benutzen und Kontakt mit HP aufnehmen, um abzuklären, ob sie tatsächlich von dem Problem betroffen sind. Das Notebook selbst kann dagegen – mit Hilfe eines Netzanschlusses zur Stromversorgung - weiter benutzt werden, sobald der Akku entfernt wurde.

Alle von der Rückrufaktion betroffenen Akkus werden kostenlos umgetauscht. Laut der US-Verbraucherkommission kamen von den 15.700 Akkus 4100 in den USA in den Verkauf, der Rest wurde weltweit vertrieben.

Update 11.40 Uhr: Wie die Pressestelle von Hewlett-Packard auf Nachfrage der PC-WELT erklärte, wurden die betroffenen Serien der Family-Notebooks in Deutschland grundsätzlich nicht verkauft. Allerdings kamen trotzdem 60 Geräte in Deutschland in den Handel, die mit den überhitzungsgefährdeten Akkus ausgestattet sind. Wer tatsächlich ein Family-Notebook aus einer der oben genannten Modellreihen mit einem L3-Akku besitzt, kann sich an das deutsche Reparaturzentrum von Hewlett-Packard wenden, Telefonnummer: 018056-52180.

Auf dieser Website stellt HP weitere Informationen zur Verfügung. Die Seite ist zunächst in englischer Sprache, Sie können sie aber rechts oben im Auswahlmenü "Select" auf "Germany-German" umstellen. Die englischsprachige Warnung der US-Kommission finden Sie hier .

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