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Gute Würmer gibt es nicht: "Netsky"-Autor gibt auf

11.03.2004 | 09:27 Uhr |

In den letzten Wochen tobte ein wahre Schlacht zwischen den Virenautoren von "Netsky", "Bagle" und "MyDoom". Immer neue Varianten der Würmer machten das Netz unsicher. Zumindest der Urheber von Netsky will nun aufgeben. Weitere Varianten werden nicht folgen, schreibt er im Quelltext der Wurmvariante "Netsky.K".

In den letzten Wochen tobte ein wahre Schlacht zwischen den Virenautoren von "Netsky", "Bagle" und "MyDoom". Immer neue Varianten der Würmer machten das Netz unsicher. Zumindest der Urheber von Netsky will nun aufgeben. Weitere Varianten werden nicht folgen, schreibt er im Quelltext der Wurmvariante "Netsky.K". Dies berichtet unsere Schwesterpublikation Computerwoche .

Experten zufolge wäre es allerdings noch besser, wenn Bagle und MyDoom verschwinden würden. Denn im Gegensatz zu diesen Plagegeistern, die ungeschützte Windows-Rechner dazu nutzen, um Spam zu versenden, hat Netsky außer der selbständigen Verbreitung keine Schadfunktion. Vielmehr versuchten die letzten Versionen des Wurms, Bagle von betroffenen Systemen zu löschen.

Daraus ergibt sich laut Mikko Hypponen, Director des finnischen Antivirus-Herstellers F-Secure , das Selbstverständnis des Virenschreibers. Er glaube, auf der richtigen Seite zu stehen und der Internet-Community zu dienen. So heiße es im Quelltext: "Wir wollen das Geschäft der Virenautoren von Bagle und MyDoom zerstören, nicht PC-Systeme". Außerdem zollt der Autor Antivirenherstellern Respekt, kritisiert jedoch die in seinen Augen schlechten heuristischen Methoden zum Aufspüren von Schadroutinen.

Hypponen hat außerdem das Verhalten von Bagle und MyDoom analysiert und glaubt, dass die Würmer vom selben Urheber oder zumindest aus der gleichen Gruppe von Virenschreibern stammen. Demnach enthalten beide Würmer die gleiche Art eines trojanischen Pferdes, das bereits seit Januar von Spammern genutzt wird.

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