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Gute Aussichten für AMD

AMD steht möglicherweise ein Mega-Deal ins Haus. Firmennahen Quellen zufolge will Dell 100.000 Prozessoren des Intel-Konkurrenten kaufen. Damit hätte AMD die letzte Bastion im Wettrennen mit Intel genommen. Dell war der bislang einzige große Hersteller, der ausschließlich Intel-CPUs in seine Rechner einbaute.

AMD steht möglicherweise ein Mega-Deal ins Haus. Firmennahen Quellen zufolge will Dell 100.000 Prozessoren des Intel-Konkurrenten kaufen. Damit hätte AMD die letzte Bastion im Wettrennen mit Intel genommen. Dell war der bislang einzige große Hersteller, der ausschließlich Intel-CPUs in seine Rechner einbaute.

Im Gespräch ist AMDs Spitfire-Prozessor, der speziell für den Einsatz in Billig-PCs konzipiert ist und im Juni auf den Markt kommen soll. Die Athlon-basierte CPU soll über einen schnelleren Systembus verfügen und dadurch mehr Leistung als Intels Celeron mit gleicher Taktfrequenz bieten.

AMD hatte sich trotz seiner leistungsfähigen Prozessoren bislang nicht gegen Intel durchsetzen können. Der Grund war vor allem der, dass das Unternehmen in der Vergangenheit immer wieder mit Lieferproblemen zu kämpfen hatte. Viele PC-Anbieter hatten sich daher eine Zeitlang wieder von dem Intel-Rivalen zurück gezogen. Diese Schwierigkeiten scheint AMD mittlerweile überwunden zu haben. "Im Laufe des letzten halben Jahres hat das Unternehmen bewiesen, dass es über eine funktionierende Maschinerie verfügt", so Linley Gwennap von der Linley Group.

Dell und AMD haben die Spekulationen um den Spitfire-Auftrag bislang nicht bestätigt. Bei AMD heißt es aber, man habe immer wieder mit Dell verhandelt, um den Hersteller, der in den USA mittlerweile Marktführer bei PCs ist, auf seine Seite zu ziehen. (PC-WELT, 03.04.2000, sp)

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