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Gütesiegel für E-Commerce gefordert

05.02.2001 | 09:58 Uhr |

Ein Gütesiegel für geprüfte Qualität bei Internet-Geschäften hat der Bundesbeauftragte für den Datenschutz gefordert. Der elektronische Handel werde nur dann ein Erfolg, wenn die Internet-Firmen aufhörten, ihre Kunden auszuspionieren.

Ein Gütesiegel für geprüfte Qualität bei Internet-Geschäften hat Joachim Jacob, der Bundesbeauftragte für den Datenschutz, gefordert. Der elektronische Handel werde nur dann ein Erfolg, wenn Internet-Firmen aufhörten, ihre Kunden auszuspionieren, wird Jacob in der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" (HAZ) zitiert. Die Privatsphäre müsse im virtuellen Kaufhaus ebenso respektiert werden, wie im Geschäft um die Ecke, meinte Jacob.

"Wenn sich die Verbraucher unwohl fühlen, kommt der E-Commerce nicht in die Gänge", so Jacob. Kunden in den USA könnten per Mausklick mitentscheiden, wie sie beworben werden wollten. Über ein Gütesiegel sollten das auch die deutschen Internet-Händler zusichern, forderte Jacob.

Bei der Kontrolle dieses Standards setzt der Datenschützer laut HAZ auf die konkurrierenden Unternehmen. Von gegenseitiger Kontrolle sei dabei mehr zu erwarten als von staatlichen Behörden. Angesichts global agierender Konzerne könnten die nationalen Gesetzgeber neuen Trends immer nur hinterher hinken. (PC-WELT, 05.02.2001, dpa/ ml)

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