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Grundig stellt Antrag auf Insolvenz

14.04.2003 | 14:58 Uhr |

Das Traditionsunternehmen Grundig hat vor dem Amtsgericht Nürnberg einen Antrag auf Insolvenz gestellt. In der vergangenen Woche war alle Versuche gescheitert, einen Investor für das 1945 von Max Grundig gegründete Unternehmen zu finden. Im Gespräch waren sowohl der türkische Elektronikkonzern Beko als auch der taiwanische Sampo-Konzern.

Das Traditionsunternehmen Grundig hat vor dem Amtsgericht Nürnberg einen Antrag auf Insolvenz gestellt. In der vergangenen Woche war alle Versuche gescheitert, einen Investor für das 1945 von Max Grundig gegründete Unternehmen zu finden. Im Gespräch waren sowohl der türkische Elektronikkonzern Beko als auch der taiwanische Sampo-Konzern.

Der Nürnberger Rechtsanwalt Sigfried Beck wurde vom Amtsgericht als vorläufiger Insolvenzverwalter berufen. Siegfried Beck gilt als erfahrener Insolvenzverwalter und kümmerte sich seinerzeit auch um die Insolvenz des Flugzeugherstellers "Fairchild Dornier". Laut Medienberichten handelt es sich im Grundig-Fall um ein "normales" Insolvenzverfahren und nicht - wie zunächst angenommen - um ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung.

Grundig beschäftigt weltweit zirka 3.700 Mitarbeiter, rund 1.700 davon allein in Deutschland. Im Geschäftsjahr 2001 erwirtschaftete das Unternehmen einen Verlust von 150 Millionen Euro.

Bis Mitte Mai wird der Insolvenzverwalter ein Gutachten erstellen, das einen genaueren Überblick über die wirtschaftliche Lage von Grundig liefern soll. Das gesamte Verfahren soll bis zu zwei Monate andauern, anschließend besteht noch die Möglichkeit, dass das Gericht eine Eigenverantwortung anordnet, die dem Unternehmensvorstand mehr Mitentscheidungsmöglichkeiten bieten würde.

Grundig droht die Insolvenz (PC-WELT Online, 05.09.2002)

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