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Grundig droht die Insolvenz (Update)

05.09.2002 | 15:00 Uhr |

Dem Nürnberger Traditions-Konzern Grundig droht die Insolvenz. Schon seit Monaten ist das Unternehmen finanziell angeschlagen. Nun sollen laut einem Zeitungsbericht die Gläuberbanken abgelehnt haben, die Kreditlinien über den August hinaus auszudehnen. (Update: Die drohende Insolvenz soll mittlerweile abgewendet sein.)

Dem Nürnberger Traditions-Konzern Grundig droht die Insolvenz. Schon seit Monaten ist das Unternehmen finanziell angeschlagen. Nun sollen laut einem Bericht der Financial Times Deutschland die Gläuberbanken abgelehnt haben, die Kreditlinien über den August hinaus auszudehnen. Ein Sprecher von Grundig bestätigte dies auch im Gespräch mit der Zeitung.

Grundig versuche jetzt mit allen Mitteln die drohende Insolvenz abzuwenden. Intensive Gespräche würden mit Banken und möglichen Investoren geführt. Schützenhilfe erhalte das Unternehmen auch von der Politik. "Wir verhandeln mit drei Investoren, davon intensiv mit einem", sagte der Grundig-Sprecher.

Bereits im Mai hatte Grundig für das laufende Geschäftsjahr einen Verlust von 75 Millionen prognostiziert. Im vergangenen Jahr beliefen sich die Verluste auf 150 Millionen Euro. Die Entscheidung wie es jetzt mit Grundig weitergeht, soll in den kommenden Tagen fallen.

Update:

Wie die Financial Times Deutschland am Nachmittag meldet, scheint Grundig nun vorerst gerettet. In Kürze wolle das Unternehmen ein Sanierungskonzept vorstellen. Der bayerische Wirtschaftsminister Otto Wiesheu wird mit den Worten "Es wird keine Insolvenz geben" zitiert.

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