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Gebündelte Rechenpower von IBM

18.06.2008 | 12:46 Uhr |

Einer der stärksten Supercomputer-Cluster Deutschlands ist installiert worden. Er ist gleichzeitig einer der enerieeffizientesten.

Ein neuer, energieeffizienter Supercomputer-Cluster ist im Fraunhofer Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik (ITWM) in Betrieb gegangen. Mit einem energieverbrauch von 2 Watt pro Gigaflop und einer Gesamtleistung etwa 9,2 Millarden Rechenoperationen pro Sekunde zählt das System zu den stärksten Rechenclustern Deutschlands.

Das Fraunhofer Institut will das neue System für die Entwicklung neuer Multicore Softwaretechnologien und produktiv für Simulationsberechnungen in der Seismik, der Strömungsdynamik für Finanzsimulation sowie der Molekulardynamik einsetzen.

Entwickelt und getestet wurde der Supercomputer-Cluster im IBM Entwicklungszentrum Böblingen. Der Cluster besteht aus insgesamt 70 IBM QS22-Bladeservern mit insgesamt 140 IBM PowerXCell 8i Chips, der Nachfolgegeneration des Cell/B.E. Prozessors, der in Spielekonsolen des Typs Playstation 3 verwendet wird. Die Grundkomponenten, das QS22-Bladesystem und das entsprechende Linux-Derivat, stammen ebenfalls von IBM .

Durch die Verwendung von Cell Clustern, das ein vorhandenes 10 Teraflop/s Standard-Cluster ergänzt, will das Fraunhofer Institut den Forschern verbesserte Arbeitsmöglichkeiten zur Entwicklung von Software für den Einsatz in der Industrie bieten. (hal)

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