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Groupon verzichtet auf Gnome als Markenname

12.11.2014 | 10:35 Uhr |

Der Kampf um Gnome wird nicht ausgefochten. Das Internet-Unternehmen Groupon verzichtet auf die Eintragung der Marke „Gnome“. Damit gibt es für die Gnome-Foundation keinen Grund mehr gegen Groupon vor Gericht zu ziehen.

Gnome ist die Bezeichnung für eine weit verbreitete Desktop-Oberfläche samt Programmsammlung für Linux. Gnome ist Open Source und kostenlos verfügbar.

Lange Zeit war Gnome beispielsweise bei Ubuntu der Standard-Desktop, mittlerweile hat ihn bei Ubuntu aber Unity ersetzt. Die bekannten Linux-Distributionen Fedora und Debian verwenden aber Gnome nach wie vor als Standard-Desktop, ebenso Red Hat Enterprise Linux und Suse Linux Enterprise Server. Zudem können Sie Gnome unter allen gängigen Linux-Distributionen nachinstallieren. Also beispielsweise Opensuse (das standardmäßig auf KDE setzt) oder eben auch Ubuntu mit Gnome verwenden.
 
Der Begriff Gnome ist also jedem Linux-Anwender ein Begriff. Und die Gnome Foundation hatte sich Gnome bereits 2006 als Trademark schützen lassen. Das hielt aber das US-Unternehmen Groupon nicht davon ab, den Versuch zu unternehmen sich Gnome als Markenamen eintragen zu lassen. Für ein neues Kassensystem für das iPad. Und zwar in 28 verschiedenen Schreibweisen. Gegen zehn dieser Schreibweisen des Begriffs "Gnome" wollte die Gnome Foundation zum Schutz ihrer Markenrechte vor Gericht ziehen.
 
Groupon hat jetzt aber mitgeteilt, dass es auf die Eintragung der Marke Gnome verzichten werde. Und zwar in allen 28 beantragten Varianten. Groupon wolle sich stattdessen einen neuen Namen für sein Kassensystem überlegen. Darauf habe sich Groupon nach Gesprächen mit der gemeinnützigen Gnome Foundation, die das Projekt Gnome Desktop für GNU/Linux und BSD betreibt, geeinigt.
 
Die Gnome Foundation hatte 80.000 US-Dollar für den drohenden Rechtsstreit eingeplant und mit einer Sammelaktion begonnen. Das bereits eingesammelte Geld will die Stiftung nun für die Weiterentwicklung des Desktops verwenden.
 

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