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Große Antispam-Studie des BSI

12.05.2005 | 12:21 Uhr |

Wie vergangene Woche bereits angekündigt hat sich das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) das brisante Thema Spam für den letzten Tag des 9. Deutschen IT-Sicherheitskongress aufgehoben. Im Mittelpunkt steht dabei die über über 150 Seiten starke Studie "Antispam-Strategien - Unerwünschte E-Mails erkennen und abwehren".

Ziel der Studie ist es, die "technische Maßnahmen gegen Spam in ihrer ganzen Bandbreite" zu beschreiben und Entscheidungshilfen für Auswahl und Einsatz eines Anti-Spam-Verfahrens zu bieten.

So gehen die Spezialisten des BSI beispielsweise in Kapitel 9 darauf ein, welche Antispam-Maßnahmen - White- und Blacklists, Sperre von SMTP-Ports oder etwa die Prüfung von Absenderadressen - überhaupt existieren und zeigen deren Vor- und Nachteile auf. Aber auch auf eventuell auftretende Probleme im Hinblick auf existierende IT-Strukturen und Kommunikationsprotokolle wird eingegangen.

Viel Raum hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik zudem den juristischen Rahmenbedingungen rund um das Thema eingeräumt. Das BSI sieht hier ein hohes Maß an Erklärungsbedarf, da bei den Betreibern von Antispam-Systemen viele Unsicherheiten bestehen.

Fragestellungen, die diesbezüglich unter die Lupe genommen wurden, reichen von der allgemeinen Rechtslage bis hin zu zivilrechtlichen Maßnahmen gegen Spam (Stichworte: Schadenersatz, Abmahnungen, Einstweilige Verfügungen). In zusätzlichen Abschnitten wird auf die Themen "Spam und Strafrecht" und die rechtliche Beurteilung von Filtermaßnahmen eingegangen.

Mit der Studie bietet das BSI auch eine Orientierung für Investitionsentscheidungen. Und Fallbeispiele sollen es Verantwortlichen erleichtern, passende Strategien zu entwickeln.

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