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Großbritannien will Internet-Filter auch auf extremistische Inhalte ausweiten

16.02.2014 | 12:32 Uhr |

Nach den umstrittenen Porno-Filtern, will die britische Regierung die Online-Sperren nun auch auf „extremistische“ Inhalte ausweiten.

In Großbritannien wurden im vergangenen Jahr so genannte Internet-Pornofilter angekündigt. Um jugendliche PC-Nutzer vor pornografischen Inhalten besser schützen zu können und die Verbreitung von Kinder-Pornos zu stoppen, wandern anstößige Internet-Seiten hier auf entsprechende Filterlisten. Die Anzeige dieser Seiten ist dann bei jedem Provider standardmäßig deaktiviert. Wer die Filter nicht wünscht, muss sie per schriftlichem Antrag abschalten lassen.

Was Jugendschützer in der Theorie beruhigt, hat bei der Einführung in der Praxis mit einigen Problemen zu kämpfen. So werden nicht nur schlüpfrige Websites, sondern auch völlig legale Internet-Präsenzen zu unrecht auf die Filterlisten verbannt. Nutzer können dann beispielsweise nicht mehr auf News-Seiten wie Slashdot oder Websites von Gruppen für digitale Rechteverwertung wie die EFF zugreifen.

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Obwohl die Funktionsweise der Filterlisten von vielen Internet-Nutzern kritisiert wird, scheint die britische Regierung von ihrem Erfolgsrezept überzeugt zu sein. Laut BBC sollen die Online-Sperren in den nächsten Jahren sogar noch ausgeweitet werden. So sei die Regierung den Gerüchten zufolge an Provider wie TalkTalk, Virgin Media und BSkyB herangetreten und habe die Unternehmen aufgefordert, künftig auch Websites mit terroristischen Inhalten zu blockieren.

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