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Größtes Teleskop der Erde nimmt seine Arbeit auf

15.03.2013 | 05:29 Uhr |

Nach einer Planungszeit von 30 Jahren geht das größte Teleskop der Welt in Chile in Betrieb. Die anfallende Rechenarbeit bewältigt ein Supercomputer von Fujitsu.

In den chilenischen Anden hat das Teleskop Atacama Large Millimeter-submillimeter Array (ALMA) nun seinen Dienst aufgenommen. ALMA ist das bislang größte und komplexeste Projekt der Sternenbeobachtung auf der Erde. Wissenschaftler erhoffen sich vom Teleskop einen noch tieferen Einblick in die Weiten des Weltraums. Hierfür kann das System die Hälfte des im Universum anfallenden Lichtspektrums zwischen Infrarot und Radiowellen abdecken.

Astronomen hoffen, mit ALMA entfernte Planeten, schwarze Löcher und intergalaktische Besonderheiten aufspüren zu können. Die chilenische Wüste wurde aufgrund ihrer geringen Luftfeuchtigkeit als perfekter Standort ausgewählt. Daneben sorgt auch die Höhe von fast 5.000 Metern über dem Meeresspiegel für eine störungsfreie Möglichkeit der Sternenbeobachtung.

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ALMA ist ein internationales Projekt. Mit 500 Millionen US-Dollar fällt der Anteil der USA jedoch am größten aus. Die japanische Firma Fujitsu hat sich hingegen mit einem aus 35 PRIMERGY x86 Servern bestehenden Supercomputer am Teleskop beteiligt. Pro Sekunde kann der Rechner 512 Milliarden vom Teleskop gelieferte Informationen bearbeiten und auswerten.

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