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Größte britische Internet-Pleite

18.12.2000 | 10:20 Uhr |

Kurz vor Jahresende scheint sich im Internet-Sektor weiter die Spreu vom Weizen zu trennen. In England gab nun der viertgrößte Internet-Provider seinen Konkurs bekannt. Drei Monate zuvor war noch ein Börsengang der Firma geplant.

Der viertgrößte britische Service-Provider im Internet, Breathe, hat Konkurs angemeldet. Mit Verlusten in Höhe von etwa 50 Millionen Pfund (mehr als 150 Mio DM) ging dem Unternehmen der Atem aus. Nach Presseberichten vom Sonntag ist es die bisher größte britische Internet-Pleite.

Vor drei Monaten hatte Breathe noch einen Börsengang geplant und wäre demnach 100 Millionen Pfund wert gewesen. Doch nach dem Crash auf Raten in der Internet-Branche konnte die Firma keine neuen Geldgeber mehr finden.

Das Unternehmen beschäftigt nach Angaben der BBC 140 Menschen und hat eine halbe Million Kunden. 50.000 davon hatten Breathe 50 Pfund (162 Mark) für einen "lebenslangen freien Internet-Zugang" gezahlt. Konkursverwalter PricewaterhouseCoopers sucht nun einen Käufer. (PC-WELT, 18.12.2000, dpa/ mp)

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