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GroKo zum Wort des Jahres 2013 gewählt

13.12.2013 | 12:16 Uhr |

Ein in den vergangenen Woche vor allem in sozialen Netzwerken und auf Twitter häufig genutztes Wort ist zum Wort des Jahres 2013 gewählt worden: GroKo.

Die Gesellschaft für Sprache (GfdS) hat das Wort des Jahres 2013 gekürt. Nach "Rettungsroutine" im Jahr 2012 fiel in diesem Jahr die Wahl auf das noch junge Silbenkurzwort GroKo , das sich aus den ersten Silben der Worte "große Koalition" zusammensetzt und in den letzten Wochen und Monaten häufig im Web - etwas auf Facebook oder Twitter - anzutreffen war.

"Kurzwörter wie das aus große Koalition gebildete GroKo dienen zum einen der Zeitersparnis und treten deshalb vor allem bei häufig gebrauchten Bezeichnungen auf“, so Dr. Werner Scholze-Stubenrecht, Leiter der Dudenredaktion, und weiter: "Sie signalisieren aber meist auch einen Abbau von Distanz – wenn der Professor zum Prof wird oder die Universität zur Uni, dann verliert sich damit auch ein wenig vom Nimbus des Besonderen." Auch „GroKo“ ließe sich so erklären, denn der Großteil der Menschen sei zwar von ihr nicht begeistert, sehe sie aber unter den gegebenen Umständen immer noch als vernünftige, alltagstaugliche Lösung an. Noch nicht entschieden worden ist, ob GroKo in den Rechtschreibduden oder auf Duden online aufgenommen wird.

Die vollständige Liste der von der GfdS gewählten Wörter mit der jeweiligen Platzierung:

1. GroKo
2. Protz-Bischof
3. Armutseinwanderung
4. Zinsschmelze
5. Big Data
6. Ausschließeritis
7. Generation Sandsack
9. Ausländermaut
9. Falsche Neun
10. Freund hört mit

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