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Griechenland: Gericht erklärt Anti-Spiele-Gesetz für verfassungswidrig

11.09.2002 | 14:33 Uhr |

Die Spiele-Fans in Griechenland dürfen Aufatmen. Ein griechisches Gericht hat das von der Regierung beschlossene Gesetz gegen Computerspiele für verfassungswidrig erklärt. Auf Grund des neuen Gesetzes waren in Thessaloniki zwei Betreiber eines Internet-Cafes und ein Angestellter angeklagt worden. Die Polizei hatte die Drei verhaftet, nachdem in den Räumen des Internet-Cafes Kunden erwischt worden waren, die an den Rechnern Online-Schach und den Taktik-Shooter Counterstrike gespielt hatten.

Die Spiele-Fans in Griechenland dürfen Aufatmen. Ein griechisches Gericht hat das von der Regierung beschlossene Gesetz gegen Computerspiele für verfassungswidrig erklärt.

Das Gesetz hatte weltweit für Aufruhr in der Community gesorgt. Der Grund: durch das Gesetz wurde das Spielen von Computer-Spielen sowohl in öffentlichen als auch in privaten Räumen untersagt ( wir berichteten ).

Auf Grund des neuen Gesetzes waren in Thessaloniki zwei Betreiber eines Internet-Cafes und ein Angestellter angeklagt worden. Die Polizei hatte die Drei verhaftet, nachdem in den Räumen des Internet-Cafes Kunden erwischt worden waren, die an den Rechnern Online-Schach und den Taktik-Shooter Counterstrike gespielt hatten. Den Verhafteten drohte neben dem Entzug der Lizenz zum Betreiben des Internet-Cafes auch bis zu drei Monate Gefängnis und eine empfindliche Geldstrafe.

Das Gericht wies nun am Dienstag die Klage ab und erklärte das Gesetz als verfassungswidrig. Vor dem Gericht hatten sich laut einem Bericht der Online-Ausgabe der BBC rund 300 Bürger versammelt, die gegen das Gesetz protestierten.

In einer ersten Reaktion begrüßte die griechische Vereinigung der Betreiber von Internet-Cafes die Entscheidung des Gerichts.

Griechenland: Alle Computerspiele verboten (PC-WELT Online, 03.09.2002)

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