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Greymail verstopft die Mail-Postfächer

25.01.2011 | 11:24 Uhr |

Kennen Sie den Ausdruck Greymail? Nein? Sollten Sie aber. Denn vermutlich bringt Greymail auch Ihr Mail-Postfach zum Überlaufen.

Das Phänomen "Greymail" belastet deutsche Mail-Posteingänge. Für 96 Prozent der deutschen Mail-Nutzer ist der Begriff "Greymail" zwar völlig neu, mehr als jeder Zweite von ihnen (58 Prozent) leidet aber zunehmend unter Zusendungen wie Mail-Newsletter, Alerts oder Produktinformationen, die sie einst abonniert haben, die mit der Zeit aber uninteressant geworden sind.
Das Problem: Diese störenden Mails werden nicht als Spam erkannt und landen immer wieder im Eingangsordner des Mail-Postfachs. Statt diese Greymails jedoch dauerhaft zu beseitigen, werden sie von 87 Prozent der Betroffenen immer wieder aufs Neue gelöscht. Das ist das Ergebnis einer durch den E-Mail-Dienst Windows Live Hotmail im Dezember 2010 in Auftrag gegebenen repräsentativen EMNID-Umfrage unter 1115 deutschen Mail-Nutzern.
 
"Eigene, interne Untersuchungen unseres Freemail-Dienstes Hotmail ergeben, dass der Greymail-Anteil in einem typischen Mail-Posteingang 14 Prozent beträgt - der von Spam-Mails dagegen nur rund vier Prozent", erläutert Dr. Dorothee Ritz, General Manager Consumer & Online bei Microsoft Deutschland.
 
Bei den 50- bis 59-Jährigen fühlen sich 42 Prozent, bei den über 60-Jährigen 43 Prozent massiv durch Greymails gestört, fährt die Studie fort. Es ist auch die ältere Altersgruppe, die die meisten Probleme mit dem Abbestellen von ungewünschten Newslettern hat. Fast die Hälfte (42 Prozent) der so genannten "Silver Surfer" (60+) findet das Abbestellen von Newslettern schwierig oder sehr schwierig. Jungen E-Mail Nutzern geht es etwas besser: hier gibt knapp ein Drittel an, sich von Greymails gestört zu fühlen, 36 Prozent von ihnen setzen bereits auf spezielle Aufräumfunktionen, die ihnen ihr E-Mail Dienst anbietet.

 
Insgesamt packt nur jeder vierte deutsche E-Mail Nutzer (25 Prozent) das Greymail-Problem beim Schopf und bestellt die nicht mehr gewünschten Zusendungen ab. 20 Prozent der Befragten bringen sogar die Zeit auf und lesen die ungewünschten E-Mails trotzdem, 15 Prozent ordnen sie manuell in spezielle Unterordner, und acht Prozent antworten auf die E-Mail mit der Bitte um Abbestellung.

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