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Grenzbeamter-Spiel knackt 500.000-Verkaufsmarke

14.03.2014 | 11:27 Uhr |

Das Indie-Spiel "Papers, Please" lässt Sie in die Rolle eines Grenzbeamten schlüpfen, der Papiere überprüfen muss. Doch was sich vielleicht langweilig anhören mag, verkauft sich gerade sehr gut.

Das Indie-Spiel "Papers, Please" , in dem man einen Grenzbeamten spielt, hat sich schon über 500.000 Mal verkauft, meldet BBC. Der Spieler schlüpft in die Rolle eines Mannes, der die Papiere von Immigranten prüfen und sie gemäß den Einreisebestimmungen abweisen oder einreisen lassen muss. Für jeden bearbeiteten Fall erhält man Geld, das die Familie für Nahrung und Miete dringend benötigt. Für jeden Fehler gibt es eine Strafgebühr. Bei zwei Fehlern an einem Tag wandert man in den Knast und es heißt Game Over.  Denn "Papers, Please" spielt in einem fiktiven totalitären Staat und die Vorgesetzten verstehen keinen Spaß. Schnell stellt einen das Game vor weitreichende Entscheidungen: Nimmt man ein Bestechungsgeld an? Die Tochter ist erkrankt, die Medizin teuer. Oder stemmt man sich gegen das System und hilft Kriegsflüchtlingen ins Land? Als Strafe bei Entdeckung droht der Tod. Entsprechend der Spieler-Entscheidungen präsentiert das Spiel nach dem Durchspielen eines von zahlreichen Enden.

Die besten Indie-Spiele

Der Entwickler Lucas Pope hat das Spiel im Alleingang binnen neun Monaten entwickelt. Vorher war er bei Naughty Dog angestellt - das Studio ist berühmt für die Uncharted-Reihe auf der Playstation und auch verantwortlich für das Endzeit-Game "The Last of Us". Doch Pope entschied sich, verrät er im Interview, dass er etwas alleine erschaffen wolle - sehr zur Verwunderung seiner Kollegen. Das Risiko der Selbstständigkeit hat sich aber offenbar gelohnt: Papers, Please hat sich rund eine halbe Million Mal verkauft. Das Spiel kostet 8,99 Euro.

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