1254610

Greenpeace entdeckt schädliche Stoffe im iPhone

17.10.2007 | 08:57 Uhr |

Wegen der Verwendung von giftigen Substanzen im iPhone hat sich Apple einen Rüffel der Umweltschützer von Greenpeace eingefangen.

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat insgesamt 18 Bauteile von Apples Lifestyle-Handy iPhone auf ihre Inhaltsstoffe überprüfen lassen. Das Ergebnis ist bedenklich: So fanden die Forscher unter anderem PVC und giftige Bromverbindungen in den Einzelteilen. Letztere wurden an der integrierten Antenne des iPhones gefunden. Zudem entdeckten die Umweltschützer in den Headset-Kabeln Weichmacher (Phthalate), die hierzulande als fortpflanzungsschädlich eingestuft sind und in Europa nicht in Kinderspielzeug vorhanden sein dürfen – ein entsprechendes Verbot für Handys existiert allerdings nicht.

Weitere Kritikpunkte fand Greenpeace beim fest integrierten Akku, der das Recycling defekter iPhones unnötig erschwert. Zudem biete Apple keinen kostenlosen Recycling-Dienst an. Greenpeace forderte den Hersteller auf, bei kommenden iPhones auf derartige Inhaltsstoffe zu verzichten. Andere Handyhersteller wie Nokia, Sony Ericsson oder Motorola verzichten bereits jetzt auf giftige Substanzen in ihren Geräten. Gegenüber dem Online-Portal macworld.com betonte ein Apple-Sprecher bereits, dass der Hersteller künftig auf schädliche Inhaltsstoffe in seinen Geräten verzichten will. Allerdings werde die notwendige Umstellung der Fertigung noch mindestens bis Ende 2008 dauern.

0 Kommentare zu diesem Artikel
1254610