99670

Greenpeace-Webcam zerstört

30.06.2000 | 10:36 Uhr |

Eine von der Umweltschutzorganisation Greenpeace installierte Live-Webcam, mit der die Entsorgung radioaktiver Abfälle vor der Küste Frankreichs beobachtet wird, wurde vorübergehend außer Gefecht gesetzt. Informationen der Nachrichtenagentur Reuters zufolge durchtrennten Taucher des staatlich geführten Nuklear-Unternehmens Cogema die Kabel der Internet-Kamera während einer Unterwasser-Inspektion.

Eine von der Umweltschutzorganisation Greenpeace installierte Live-Webcam, mit der die Entsorgung radioaktiver Abfälle vor der Küste Frankreichs beobachtet wird, wurde vorübergehend außer Gefecht gesetzt. Informationen der Nachrichtenagentur Reuters zufolge durchtrennten Taucher des staatlich geführten Nuklear-Unternehmens Cogema die Kabel der Internet-Kamera während einer Unterwasser-Inspektion.

Greenpeace hatte die Kamera an einer Pipeline befestigt, die radioaktive Abfälle einer Wiederaufbereitungsanlage der Cogema in La Hague ins Meer leitet. Die Live-Bilder konnten zwei Tage lang zu der in Kopenhagen tagenden Umweltkonferenz der Oslo-Paris Commission (OSPAR) übertragen werden, bei der derzeit ein Verbot der Entsorgung radioaktiver Abfälle über Pipelines ins Meer diskutiert wird.

"Nachdem sie die Kabel letzte Nacht durchtrennt hatten, haben wir die Webcam wieder angeschlossen," erklärte gestern ein Sprecher der Umweltaktivisten. In einer Erklärung der Cogema hieß es, die Kabel seien versehentlich zerstört worden. (PC-WELT, 30.06.2000, jas)

0 Kommentare zu diesem Artikel
99670