05.12.2007, 17:12

Hans-Christian Dirscherl

Green IT

Strato fordert geringeren Stromverbrauch für Rechenzentren

Im Wettbewerb mit der Konkurrenz zieht so manches Unternehmen schon mal die Box-Handschuhe an. So auch Strato. Der Berliner Internet-Dienstleister wirbt aggressiv mit seinem Eintreten für Green IT und hat den Stromverbrauch verschiedener Provider und Internetunternehmen einmal nebeneinander gestellt. Dabei sieht Google unter ökologischen Aspekten ganz, ganz alt aus.
Strato, nach eigenen Angaben zweitgrößter Webhoster Europas, hat ein einheitliches Effizienz-Label für Rechenzentren gefordert. „Wir brauchen ein ähnliches System wie das, was wir aus dem Privathaushalt kennen: Energiefresser erhalten eine schlechte Note, Energiesparer ein A++“, so Damian Schmidt, Vorstandsvorsitzender der Strato AG.
Weil Strom einer der größten Kostenfaktoren im Rechenzentrumsbetrieb ist, zahlen sich Energieeinsparungen hier besonders aus. Strato bemängelt aber, dass viele Green-IT-Initiativen in diesem Bereich sich nur auf die Herkunft das Stroms beziehen, nicht aber auf den Stromverbrauch selbst.
„Die beste Energie ist die, die nicht verbraucht wird“, sagt Damian Schmidt mit einem Seitenhieb auf die Konkurrenz: „Wer nur grünen Strom bezieht, denkt weder wirtschaftlich noch nachhaltig. Energiesparen und Energieeffizenz sind die Herausforderungen der Zukunft.“ Deshalb fordert Strato einheitliche und vergleichbare Messstandards für Rechenzentren. Und präsentiert eine für Google wenig schmeichelhafte Vergleichstabelle, die den Stromverbrauch pro Server nebeneinanderstellt:
IT-Dienstleister Strato 1&1 Google
Server 30.000 40.000 450.000
Stromverbrauch 30 GWh p.a. 60 GWh p.a. 810 GWh p.a.
Stromverbrauch/Server 1 MWh p.a. 1,5 MWh p.a. 1,8 MWh p.a.
(alle Angaben sind Circa-Werte von Strato)
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