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Neuer Umweltpreis für den Mittelstand

11.03.2008 | 14:05 Uhr |

Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW), von der Deutschen Umwelthilfe (DUH) und vom Output-Spezialist Kyocera wollen vorbildliche Unternehmen mit 100.000 Euro prämieren.

Ex-Umweltminister Klaus Töpfer ist Vorsitzender der Expertenjury zur Verleihung des Kyocera-Umweltpreises.
Vergrößern Ex-Umweltminister Klaus Töpfer ist Vorsitzender der Expertenjury zur Verleihung des Kyocera-Umweltpreises.
© 2014

Sich bewerbende Unternehmen müssen ein Projekt mit eindeutiger Klimarelevanz beziehungsweise mit nachhaltiger Reduzierung des Kohlendioxidausstoßes nachweisen. Die drei Ausrichter schreiben, dass die weltweit formulierten Klimaziele von Unternehmen umfassende Investitionen verlangen. Diese richteten sich auf alle Unternehmensbereiche. Betroffen seien etwa Veränderungen im Produktionsablauf und Neuausrichtungen im Facility- und Fuhrpark-Management. Aber auch in der Forschung und Entwicklung ist im Zuge von Umweltauflagen mit Mehrausgaben zu rechnen.

"Die vom Gesetzgeber getroffenen Vorgaben belasten die Unternehmen in einem erheblichen finanziellen Ausmaß", erklärt Oliver Kreth, Mitglied der Geschäftsführung von Kyocera Mita Deutschland. Gleichzeitig würden aber auch Investitionen in neue Produkte und Lösungen gefördert. Um diesen Prozess durch eine finanzielle Unterstützung mittragen zu helfen, "haben wir den Kyocera-Umweltpreis mit dem Ziel gestiftet, innovative Klimaschutzprojekte nachhaltig zu fördern", sagte Kreth weiter.
Hierzu fordern das Unternehmen sowie der Mittelstandsverband und die Deutsche Umwelthilfe mittelständische Unternehmen in Deutschland dazu auf, noch bis zum 30. April 2008 innovative Umweltkonzepte für einen nachhaltigen Klimaschutz zu formulieren und bei der Experten-Jury einzureichen. Den Vorsitz dieser Jury nimmt der ehemalige Bundesumweltminister und Ex-Direktor der UN-Umweltbehörde UNEP, Klaus Töpfer , ein. Zum Expertengremium gehören ferner Mojib Latif, Professor am Leibniz-Institut für Meereswissenschaften an der Universität Kiel, BVMW-Präsident Mario Ohoven, der DUH-Bundesvorsitzende Harald Kächele, der Geschäftsführer des Ökostromanbieters LichtBlick, Heiko von Tschischwitz, sowie Detlef Herb, Umweltbeauftragter von Kyocera Mita.

Die Jury wird den Umweltpreis auf die drei innovativsten Konzepte verteilen: Der Gewinner erhält 50.000 Euro, der zweite Platz wird mit 30.000 Euro honoriert und der Drittplatzierte erhält 20.000 Euro.

Den vollständigen Bewerbungsbogen können Interessenten unter www.kyocera-umweltpreis.de finden. (jm)

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