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Hightech als Schlüssel zu geringem Stromverbrauch

06.09.2009 | 13:57 Uhr |

Der Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik (VDA) hat prognostiziert, dass der Stromverbrauch in Deutschland bis 2025 um bis zu 30 Prozent anwachsen wird. Begünstigt wird dieser Trend durch die steigende Zahl elektronischer Geräte und IT-Anwendungen in den Haushalten.

Doch der Einsatz energieffizienter Technologien könnte helfen, der Verbrauchsexplosion entgegen zu wirken. Denn Entwicklungen im Bereich der Green IT, Consumer Electronics und Mikroelektronik versprechen laut VDE hohe Einsparpotentiale. Stromeinsparungen von bis zu 40 Prozent sind nach Berechnungen des VDE bei ausgewählten Produktgruppen möglich. Kunden, die auf verbrauchsarme Geräte setzen, könnten entsprechend auch bei der Stromrechnung sparen. Besonders der Einsatz von Mikroelektronik in eingebetteten Systemen verspricht laut VDE zukünftig deutlich energieeffizientere Geräte. "Die Mikroelektronik bietet als Basistechnologie große Chancen für Energieeinsparungen", meint Hans Heinz Zimmer, Vorstandsvorsitzender des VDE. Es würde in diesem Bereich zukünftig immense Technologiesprünge geben. Im Computer-Segment liegen Stromsparpotenziale nicht nur in effizienteren Technologien, sondern auch in anwendungsoptimierten Produktkonfigurationen, heißt es seitens des VDE-Instituts auf Nachfrage von pressetext. Denn mobile Arbeitsgeräte brauchen beispielsweise nicht die stromfressende High-End-Hardware von Gamer-PCs.

Wie hoch Energiesparpotenziale sind, belege beispielsweise Samsung mit aktuellsten TV-Geräten, so der VDE. Ausgewählte Modelle würden bis zu 40 Prozent weniger Strom verbrauchen als die Vorjahresmodelle. Das zeige ein Vergleich des VDE-Instituts nach dem international anerkannten IEC 62087-Verfahren. Einen Beitrag zur Verbrauchsreduktion bei Fernsehern leiste demnach etwa der Einsatz von LEDs für die Hintergrundbeleuchtung. Dass Effizienz-Quantensprünge von 40 Prozent innerhalb eines Jahres für eine Produktkategorie all zu oft wiederholt werden können, ist allerdings nicht unbedingt wahrscheinlich.

Insgesamt verbrauchen deutsche Haushalte etwa 140 Terawattstunden (TWh) Strom. Das Einsparpotential durch Verhaltensänderungen der Verbraucher schätzt der VDE auf etwa zehn bis 15 Prozent. Allein die Standby-Verluste ließen sich schon durch den Einsatz verbrauchsarmer Geräte um insgesamt fünf bis zehn TWh pro Jahr verringern. Ein einzelner Haushalt wiederum könnte so nach VDE-Berechnung jährlich bis zu 300 Euro einsparen. Im Kampf gegen die Standby-Stromverschwendung könnten Produkte wie die auf der IFA Berlin gezeigte intelligente Steckleiste von HiSaver oder die spanische Technologie 100%Off wertvolle Dienste leisten. Wie seitens des VDE-Instituts gegenüber pressetext bestätigt wird, haben beispielsweise alte Satelliten-Receiver oder Set-Top-Boxen teils einen Standby-Verbrauch von bis zu 15 Watt. Ein Herunterregeln auf 0,2 Watt, wie es HiSaver in Aussicht stellt, wäre ein entsprechend großer Gewinn. (pte)

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