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Gebrauchte Computer gegen Schrottberg-Wachstum

10.01.2008 | 16:28 Uhr |

Alte Computer und Notebooks müssen nicht unbedingt entsorgt werden. Sind sie noch funktionstüchtig, können sie aufgerüstet und weiter verwendet werden. Das schont die Umwelt und kommt Menschen im Ausland zu Gute.

Stationäre und mobile Computer sowie ihr Zubehör sind quasi schon veraltet, wenn sie in Betrieb genommen werden. Weil die Entwicklung neuer Gerätegenerationen in kurzen Zeitabständen erfolgt, werden oft Computer und Co. aussortiert, die zwar noch funktionieren, aber nicht mehr auf dem neuesten Stand sind. Diese Geräte bilden in Deutschland einen relativ großen Anteil am stetig wachsenden Elektroschrott-Berg. Das müsste jedoch nicht sein, denn viele der nicht defekten Geräte ließen sich auch weiterhin nutzen.

Mehrere Unternehmen haben sich auf die Aufrüstung von gebrauchten Geräten spezialisiert und verwandeln so beispielsweise Notebooks mit leichten Gebrauchsspuren in zuverlässige Arbeitsgeräte aus zweiter Hand. Im Zuge der Aufrüstung werden die Festplatten formatiert und ein neues Betriebssystem wird aufgespielt. Der zukünftige Nutzer von Gebraucht-Notebooks und -Computern muss also normalerweise nicht mit technischen Problemen oder gar dem Fund persönlicher Daten des Vorbesitzers rechnen. In einigen Fällen wird sogar eine Garantie auf die Geräte gegeben, die verglichen mit neuen baugleichen Modellen deutlich preisgünstiger zu haben sind.

Gebrauchte Rechner werden auch im Ausland, zum Beispiel im Rahmen von Entwicklungshilfe-Projekten, gern genommen. Eine der Organisationen, die gebrauchte Geräte sammeln, ist der Verein "ReUse Computer" mit Sitz in Berlin. Derzeit werden funktionstüchtige Alt-Computer für den Senegal gesammelt. In Staaten der Dritten Welt werden unter anderem Schulen mit gespendeten älteren PCs ausgestattet.

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