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Gratis-Wissensfundus in Gefahr?

20.11.2000 | 11:17 Uhr |

Die Zukunft der weltberühmten Encyclopaedia Britannica im Internet ist ungewiss. Bislang hat Britannica.com das gebündelte Weltwissen der traditionsreichen Enzyklopädie kostenlos im Web zur Verfügung gestellt. Derzeit allerdings sieht die wirtschaftliche Lage des Online-Ablegers alles andere als rosig aus.

Die Zukunft der weltberühmten Encyclopaedia Britannica im Internet ist ungewiss. Bislang hat Britannica.com das gebündelte Weltwissen der traditionsreichen Enzyklopädie kostenlos im Web zur Verfügung gestellt. Wie viele andere werbefinanzierte Internet-Unternehmen versucht der Britannica-Online-Ableger derzeit aber verzweifelt, Gewinne zu erwirtschaften. Informationen der Associated Press zufolge hat die Web-Company nun beinahe 25 Prozent seiner Belegschaft entlassen müssen.

Das im Herbst 1999 gestartete Online-Projekt der Mutter aller Lexika bietet Usern Gratis-Zugang zum gesamten Inhalt der 32-bändigen Enzyklopädie. Zudem sind neben 44 Millionen Stichwörtern auch tagesaktuelle Beiträge, Nachrichten und Artikel aus rund 125 Magazinen oder auch zahlreiche Links abrufbar.

Britannica.com-CEO Don Yannias erklärte, dass durch die Entlassung der 75 Angestellten versucht werde, schneller die Profitabilitätsgrenze zu erreichen. Die Print-Ausgabe des über 230 Jahre alten Traditions-Nachschlagewerks kostet 1.250 US-Dollar. 2001 wird voraussichtlich die letzte gedruckte Edition erscheinen.

In Deutschland haben die Verlage Brockhaus und Holtzbrinck Ende März mit Xipolis.net ein - allerdings kostenpflichtiges - Wissensportal im Netz gestartet. Auch Bertelsmann engagiert sich online und bietet über Wissen.de kostenloses Lexikonwissen an. (PC-WELT, 20.11.2000, jas)

Gratis im Web: Die Encyclopaedia Britannica

Wissen satt (PC-WELT Online, 24.05.2000)

Der Klügere sieht nach (PC-WELT Online, 17.05.2000)

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