05.10.2007, 12:31

Markus Pilzweger

Gratis-Fernwartungs-Software

Teamviewer in Version 3 erschienen

Die für Privatanwender kostenlose Fernwartungs-Software Teamviewer ist ab sofort in der Version 3 erhältlich. Das Programm wurde dabei speziell für Windows Vista angepasst, zudem wurden Kernkomponenten von Teamviewer neu entwickelt.

Fernwartungs-Software ist nicht nur für IT-Profis, sondern oft auch für Heimanwender interessant. Schnell mal eine Datei vom Büro-Rechner nach Hause übertragen, einem Bekannten direkt bei einem PC-Problem helfen, ohne das Haus zu verlassen, oder bei einem Termin Präsentationen vorführen, die auf dem Heimrechner gespeichert sind - mit Hilfe spezialisierter Tools ist dies kein Problem. Ein Vertreter dieser Software-Gattung ist Teamviewer, das für Privatanwender kostenlos ist.
Die neue Version 3 von Teamviewer ist laut Anbieter eine der ersten Fernwartungslösungen, die unter Windows Vista laufen und Applikationen im Vista Secure Desktop steuern kann. Das Problem bislang: Abfragen des Benutzerschutzkontos (UAC) konnten bislang nicht übertragen und somit auch nicht bestätigt werden. Mit der neuen Version ist dies nun möglich.
Daneben haben die Entwickler auch Hand an die Encoding-Routinen und die Kompression gelegt, was für schnellere und stabilere Verbindungen sorgen soll. Bei Datei-Dwonloads ist es nun möglich, unterbrochene Transfers ohne Datenverlust wieder aufzunehmen. Teamviewer funktioniert auch durch Firewalls hinduch, zuständig dafür ist das Modul Dyngate, das in der Version 3 nun in das Programm integriert ist. Auch die Bedienoberfläche des Programms wurde leicht überarbeitet und wirkt nun aufgeräumter.
Die Datenübertragung erfolgt über die Server von Teamviewer und ist verschlüsselt. Um das Programm einzusetzen, muss zunächst auf beiden Seiten die 1 MB große Vollversion installiert werden. Für kommerzielle Nutzer gibt es zusätzlich den Teamviewer Quick Support, eine 750 KB große Datei, die nicht installiert werden muss und - auf dem zu supportenden System - direkt gestartet werden kann.
Wird Teamviewer gestartet, werden im Hauptfenster eine ID sowie ein Kennwort angezeigt. Geben Sie diese Daten an Ihren Partner, kann dieser sich per Teamviewer auf Ihrem Rechner einloggen und umgekehrt. Dabei stehen die Modi Fernwartung, Dateiübertragung und Präsentation zur Verfügung. Sind die Daten eingegeben, haben Sie kurze Zeit später direkten Zugriff auf den Fremd-PC.
Einzige Einschränkung der kostenlosen Vollversion für Privatanwender: Sie darf pro Monat maximal 25 Stunden genutzt werden. Lizenzen für kommerzielle Anwender kosten zwischen 349 und 998 Euro (zuzüglich Mehrwertsteuer). Lizenzen, die nach dem 1.7.2007 gekauft wurden, sind automatisch auch für die Version 3 gültig.
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