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Grafikkarten: Leistungssprung bei mobilen Rechnern

27.07.2004 | 13:56 Uhr |

Mit ATIs aktuelle High-End-Chips der X800er-Serie kommt jetzt Grafikpower auch in mobile Rechner.

Sie wollen zur nächsten LAN-Party nicht Ihren Big-Tower samt 19-Röhre mitschleppen, sondern lediglich ein Notebook? Dann haben Sie zwei Möglichkeiten: Entweder Sie gehen mit der 3D-Bildqualität so weit zurück, bis Sie sich mit einigermaßen hohen Bildwiederholraten über Wasser halten können. Oder Sie werfen alle Bedenken hinsichtlich Kreditlimit, Lautstärke und Akkulaufzeit über Bord und legen sich ein neues Notebook mit leistungsfähigem Grafikmodul zu. Denn ATIs aktuelle High-End-Chips der X800er-Serie gibt es nun auch für mobile Rechner.

ATI hat den neuen Chips den Namen Mobility Radeon 9800 gegeben. Sie steht damit auch vom Namen her über der bisherigen Mobility-Radeon-9700-Generation, aber unter der aktuellen Desktop-Variante X800. Spieler-Notebooks mit Mobility-Radeon-9800-Chips soll es dieser Tage beispielsweise von Dell geben. Das Dell Inspiron 9100 (mit P4/3,2 Gigahertz, 512 Megabyte DDR400-RAM) etwa soll rund 2300 Euro kosten.

Für Tempo sorgen in den Grafikchips, die mit 350 Megahertz angetrieben werden, acht Pixel- und vier Vertex-Pipelines sowie ein 256 Bit breites Speicher-Interface. Die mobilen Grafikchips holen also auf. Denn aktuelle High-End-Chips für Desktop-Grafikkarten besitzen lediglich vier Pixel-Pipelines mehr. Ein weiterer Unterschied ist, dass die einzelnen Chip-Bereiche – je nach Anwendung – abgeschaltet werden können, um die auch aufgrund hungriger CPUs knappe Akkukapazität zu schonen. Die Akkulaufzeit wird unter Volllast aber dennoch wohl kaum über 90 Minuten liegen.

Bei einem seitens ATI vorab gezeigten Grafikmodul konnten wir die aufwändige Kühllösung erkennen: Über eine Heatpipe wird die Wärme an einen Kühlergrill abtransportiert, der von einem leistungsfähigen Lüfter beatmet werden muss. Das treibt natürlich die Notebook-Preise in die Höhe!

Fazit: Jetzt können Sie auch mobil aktuelle Spiele in höchster Auflösung und mit allen bildverbessernden 3D-Effekten genießen - falls der Bildschirm mitmacht. Der Akku hat es jedenfalls nicht leicht, aber zumindest bei LAN-Parties ist die nächste Steckdose ja nicht weit. Wer nicht gleich ein neues High-End-Notebook kaufen will, kann auch auf Upgrade-Lösungen warten. Diese werden meist vom Notebook-Hersteller samt Einbauservice zur Verfügung gestellt. Sie sollen ebenfalls in den nächsten Tagen vorgestellt werden.

PC-WELT-Testberichte: Grafikkarten

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