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Googles neues Zopfli-System verkürzt Ladezeiten von Websites

04.03.2013 | 05:23 Uhr |

Ein neuer Komprimierungs-Algorithmus von Google soll die Ladezeiten von Websites deutlich verkürzen.

Google hat mit Zopfli einen neuen Algorithmus gestartet, der die Komprimierung von Internetinhalten vor ihrem Transport zum Browser um den Faktor 3 bis 8 erhöhen soll. Da Zopfli mit den meisten Entpackungs-Routinen aktueller Browser kompatibel ist, kann die serverseitig eingesetzte Google-Technik schon jetzt beim Großteil der Nutzer zu schnelleren Ladezeiten und geringerer Latenz führen.

Der in Zürich von Google erstellte Algorithmus ähnelt den Packvorgängen bei ZIP-Dateien oder Bildern im PNG-Format . Im Gegensatz zur weit verbreiteten zlib-Kompression, setzt Zopfli auf eine stärkere Bündelung der Daten und verursacht somit weniger Traffic.

Mehr Tempo: DSL ausreizen

Einen entscheidenden Nachteil hat Zopfli aber leider trotzdem: Die Zeit zum Packen der Daten auf dem Internet-Server steigt an. Das Entpacken auf dem eigenen Rechner ist hingegen im Vergleich zu herkömmlichen Technologien genauso schnell möglich. Daher eigne sich Zopfli speziell für Daten, die auf dem Server einmal eingepackt und anschließend immer wieder verschickt werden können. Statische Internet-Inhalte könnten so am stärksten von der neuen Komprimierungs-Methode profitieren.

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