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Googles Eric Schmidt reist nach Nordkorea

07.01.2013 | 19:05 Uhr |

Der Google-Verwaltungsratschef Eric Schmidt ist heute zusammen mit dem ehemaligen US-Gouverneur Bill Richardson ins kommunistische Nordkorea gereist.

Obwohl die US-Regierung die Aktion in den vergangenen Tagen als „wenig hilfreich“ bezeichnet hatte, sind der frühere US-Gouverneur Bill Richardson und Google-Chef Eric Schmidt heute nach Nordkorea gereist. Wie die nordkoreanischen Medien ohne nähere Details berichteten, sei die amerikanische Delegation am Nachmittag in Pjöngjang eingetroffen.

Der wahre Grund der Reise sorgte in der vergangenen Woche für reichlich Spekulationen. Während Richardson vor seinem Abflug in Peking betonte, dass es sich um eine „private humanitäre Aufgabe“ handle, vermuten Experten, dass Schmidt noch andere Gründe für seinen Besuch in dem kommunistischen Land habe. Laut Richardson sei die Reise zwar kein Google-Trip, Schmidt wolle sich jedoch vor Ort über die wirtschaftliche Situation und Social-Media-Aspekte informieren.

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Nordkorea ist vom Internet abgeschottet. Lediglich Regierungsvertretern ist der Zugang zum World Wide Web gestattet, die Bevölkerung muss mit einem auf Nordkorea beschränkten Intranet Vorlieb nehmen. In seiner Neujahrsansprache hatte der junge Machthaber Kim Jong Un jedoch eine Öffnung des Landes zum Westen hin angekündigt. Sollte Google hier als erstes Unternehmen einen Fuß in die Tür bekommen, könnte der Internet-Konzern in Nordkorea neue Käuferschichten erschließen.

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