Googles Opt-out-Funktion
Google gibt Besitzern von Wireless Access Points Veto-Recht
Derzeit arbeitet Google an einer Opt-out-Funktion. So sollen Inhaber eines Wireless Access Point selber entscheiden dürfen, ob Ihr Zugangspunkt Crowdsourced-Daten für Googles standortbezogene Dienste liefern soll.
Standortbezogene Dienste (Location-based Services) werden täglich von mehreren Millionen Menschen genutzt. Sie informieren etwa über die aktuelle Verkehrslage und wann die nächste U-Bahn-Verbindung verfügbar ist. Oder sie zeigen das aktuelle Filmprogramm der umliegenden Kinos und Nutzer können Ihre Eintrittskarten bequem von Ihrem aktuellen Standort aus reservieren.
Doch Dienste, die sich auf sogenannte „Crowdsourced“-Daten (Crowd=Menschenmenge, source=Quelle) stützen, geraten immer wieder in das Kreuzfeuer von Politik, Datenschutzbeauftragten und Menschenrechts-Organisationen. Sie sehen eine mögliche Verletzung geltender Datenschutzgesetze durch die Google-Mapping-Dienste.
Mit dem Opt-out-Feature (Opt-out = wahlweiser Austritt) reagiert Google nun auf die Bedenken der Datenschützer. „Wir arbeiten derzeit an einer Opt-out-Funktion", so Peter Fleischer, Datenschutzbeauftragter bei Google. Inhaber eines Wireless Access Points können so aus Googles ortsbezogenen Datensammelbank aussteigen (diese Daten werden für verschiedene Standortdienste genutzt). So werden über diesen Wireless-Zugangspunkt zukünftig keine Nutzer mehr lokalisiert. Die Opt-out-Funktion soll im Herbst kommen.
Fleischer versichert im Google blog zudem, dass die gesammelten Daten für Googles standortbezogene Dienste nicht dazu genutzt werden um Menschen zu identifizieren.


