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Google will NSA-Anfragen im Transparency Report offenlegen

12.06.2013 | 18:06 Uhr |

Google fordert für die Zukunft einen offeneren Umgang mit Anfragen auf Grundlage des „Foreign Intelligence Surveillance Act“ (FISA).

In dieser Woche sorgte die Enthüllung des NSA-Programms „Prism“ für Aufsehen. Neben Facebook und Microsoft geht auch Google in die Offensive und betonte, keinerlei Kenntnis von dem Programm gehabt zu haben. Für die Zukunft fordert der Suchmaschinen-Riese zudem mehr Transparenz. So will das Unternehmen künftig Details zu den auf Grundlage von FISA gestellten Anfragen veröffentlichen. Das fordert David Drummond, Chef-Justiziar bei Google, in einem offenen Brief an General Holder, seines Zeichens Oberstaatsanwalt der USA, und den scheidenden FBI-Chef Robert Mueller.

Google will die Anzahl der Nutzer-Konten, zu denen FISA-Anfragen gestellt wurden, künftig in seinem Transparency Report veröffentlichen. Genaue Details zu den betroffenen Nutzern sollen dabei jedoch nicht erwähnt werden, um deren Privatsphäre zu schützen. Mit diesem Schritt unterstreicht Google seine Beteuerungen, nicht mit dem Geheimdienst zusammen zu arbeiten.

Ex-CIA-Mitarbeiter deckte riesiges US-Überwachungsprogramm auf

Im Transparency Report werden aktuell bereits Details zu Anfragen auf Grundlage des National Security Letters (NSL) veröffentlicht, die ohne richterlichen Beschluss durch das FBI gestellt werden. Die Offenlegung der FISA-Anfragen würde die Sicherheit ebenso wenig gefährden: „Transparenz dient dem öffentlichen Interesse, ohne die nationale Sicherheit zu gefährden,“ , betont Drummond in seinem Brief.

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