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Google und Pharma-Industrie entwickeln smarte Kontaktlinse

16.07.2014 | 13:42 Uhr |

Schon länger werkelt Google an einer intelligenten Kontaktlinse, die etwa Diabetes-Patienten helfen soll. Nun hat das Pharmaunternehmen Novartis die Technik lizensiert und will darüber hinaus Altersweitsichtigkeit mit der intelligenten Linse bekämpfen.

Das Pharmaunternehmen Novartis (Voltaren, Fenistil) hat angekündigt , die Goolge-Smart-Lens-Technologie lizenziert zu haben. Google bastelt schon länger an einer intelligenten Kontaktlinse . Die Novartis-Tochter "Alcon", welche sich auf Augenheilkunde spezialisiert hat, will aus den Forschungsergebnissen von Google ein Produkt formen, das Diabetes-Patienten helfen soll. Schon Google hatte bei der Entwicklung der Kontaktlinse dieses Szenario vor Augen. Diabetes-Werte lassen sich nämlich nicht nur über das Blut, sondern auch über Tränenflüssigkeit bestimmen. Die Kontaktlinse - mit den entsprechenden Sensoren ausgestattet - kann den Wert messen und bei zu niedrigem oder zu hohen Ergebnis den Träger der Kontaktlinse warnen. Das ist entweder über eine eingebaute LED (die dann blinkt) oder über die Verknüpfung mit dem Smartphone des Trägers denkbar. Ist der Wert schlecht, erhält der Kranke eine Nachricht auf das Smartphone, etwa begleitet von einem Vibrationsalarm. Novartis spricht konkret von der letzteren Lösung: der kabellosen Verbindung zwischen Kontaktlinse und Smartphone.

Doch das Pharmaunternehmen hat noch eine weitere Anwendungsmöglichkeit im Sinn: Altersweitsichtigkeit. Die intelligente Kontaktlinse soll beim Fokussieren des Auges helfen und Gleitsichtbrillen überflüssig machen.

Wieviel die Lizensierung gekostet hat, verrät man nicht. Auch nicht, wann die intelligente Kontaktlinse marktreif sein und was sie kosten soll. Gegenüber Reuters sagt Novartis-Chef Joseph Jimenez aber, dass er hoffe, dass die Kontaktlinse in circa fünf Jahren auf den Markt kommen kann.

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